Exklusiv: HTC Flyer Preview

Thaddeus Herrmann
T. Herrmann|03.31.11

Sponsored Links

Exklusiv: HTC Flyer Preview
2011? Jahr der Tablets, der iPad-Konkurrenz, das Jahr von Android, mit oder ohne 3D. Doch damit das passiert, müssen die Hersteller jetzt nicht nur ankündigen, sondern auch liefern. Und genau da sieht es aktuell ja noch ziemlich mau aus. Galaxy Tab, Optimus Pad, Xoom, Playbook? Coming soon. Auch der Marktstart vom HTC Flyer steht bei uns faktisch noch in den Sternen. Uns wurde jetzt ein Vorserienmodell zugespielt. Konkret handelt es sich dabei um eines der Geräte, die in Barcelona beim WMC auslagen und die, so unsere Quelle, noch per Hand montiert wurden. Die Hardware ist also noch nicht final. Ebenso werden an der Software noch letzte Details getweakt, das Gesamtpaket ist aber schon mehr als vorzeigbar. Wie macht sich das HTC Flyer? Lest unsere exklusive Preview hinter dem Break.

%Gallery-120048%

Die technischen Details des Flyer sind mittlerweile hinlänglich bekannt. 7"-Display (1024x700p), 1,5GHz-Prozessor, 32GB Speicher, 1GB RAM. Hinten eine 5-Megapixel-Kamera, vorne eine zweite mit 1,3 Megapixel. WiFi (b/g/n), 3G, Bluetooth, GPS, Kompass und die üblichen Sensoren. Auf dem Flyer läuft aktuell - und wohl auch bei Auslieferung - Android 2.3.3, natürlich mit Sense. Für das erste Tablet von HTC wurde die Skin allerdings überarbeitet, Sense 3D lässt die Homescreens sehr funky im Karussell rotieren. Auch schön: die sehr detaillierten Animationen beim Wechsel zwischen den Homescreens. Ihr seht das in der Galerie.


%Gallery-120047%

Android mit Sense macht auf den 7" einen sehr guten Eindruck. Bei vielen Apps sieht das dann schon ein bisschen anders aus, wenn sie nicht auf das größere Display vorbereitet sind. Ohne Honeycomb, also Android 3.0, bislang ausprobiert zu haben, hoffen wir stark, dass das Update für das Flyer bald, sehr bald, kommen wird. Allerdings: Mit der Grundausstattung kommt man schon sehr weit, es hängt eben davon ab, was man mit dem Flyer machen will. Wie bei allen anderen Tablets auch. Wann kommt eigentlich endlich Skype für das iPad? A propos iPad. Das hat ja in der neuen Version auch zwei Kameras und somit auch PhotoBooth als App bekommen. Die heißt bei HTC Snapbooth und macht genau das gleiche. Beim ähnlichen Namen bleibt es nicht, auch die Presets für Schnappschüsse sind sehr ähnlich. Allerdings liefert die 1,3-Megapixel-Kamera deutlich bessere Ergebnisse als bei der Apple-Konkurrenz. Überhaupt, Kameras: Die 5 Megapixel auf der Rückseite machen hervorragende Bilder, auch wenn kein Blitz vorhanden ist. Auch die 720p-Videos gehen noch in Ordnung.

Performance
An welchen Details der Software aktuell noch gewerkelt wird, wissen wir natürlich nicht, die Performance des Flyer lässt jedenfalls nicht zu wünschen übrig, im Gegenteil. Schnell, flüssig, keine Abstürze. Ist ja auch kein Wunder bei einem 1,5GHz-Prozessor. Und auch die Batterie-Leistung gefällt uns in dieser frühen Version schon sehr gut. Nicht testen können wir die beiden Tablet-Dienste HTC Watch und OnLive, also Film-Streamings und Online-Spiele, beide Features stehen aktuell noch nicht zur Verfügung.


Die Sache mit dem Stift
Alleinstellungsmerkmal des HTC Flyer ist natürlich der Magic Pen. Und wir dachten, die Tage des Stylus wären gezählt. Auslaufmodell aus der PDA-Zeit und der einzige Stylus, den wir ab und zu in der Redaktion noch verwenden, ist der des Apple Newton, aber auch das hat eher nostaligische Gründe. Und doch ist der Magic Pen das Killer-Feature des HTC Flyer. Die Technik kommt von N-Trig und erlaubt den Einsatz eines Stiftes auf einem kapazitiven Display. Generell funktioniert das so: Egal wo man gerade unterwegs ist, in welcher App also, ein Klick mit dem Magic Pen auf das Display produziert einen Screenshot, der sofort weitergeleitet, gespeichert oder auch gedruckt werden kann. Letzteres funktioniert auf der Basis von Jetcet und ist bei uns aktuell nicht umsetzbar. In diesen Screenshots kann man dann mit dem Stift Notizen machen, wiederum speichern und weiterleiten. Das funktioniert ganz einfach und ist einfach nützlich. Damit aber nicht genug. Dort, wo auf Smartphones von HTC die Such-Lupe platziert ist, also unten bei den vier Android-"Tasten", ist beim Flyer ein Stift-Symbol zu sehen. Dieser Soft-Button kann nur mit Hilfe des Magic Pen aktiviert werden.

%Gallery-120049%

Das kleine Menü, das dann aufpoppt, bietet Zugang zu einer Art digitalem Notizbuch - mit Audio-Funktion. Zudem kann man den Notizen Bilder, Musik, Dokumente und Files hinzufügen oder gleich ein neues Bild mit der Kamera machen. In diesem Modus kann ebenfalls die virtuelle Tastatur genutzt werden für längere Textpassagen. Der Stift verfügt über zwei Knöpfe, der eine löscht das "handschriftliche" Gekritzel, der andere markiert Teile des Textes für den Export. Außerdem lassen sich mit dem Magic Pen Gesprächsprotokolle erstellen, die Audio und Text zusammenfassen, also genau dem Prinzip, mit dem die Smart Pens von Livescribe arbeiten. Über das Stift-Menü lassen sich außerdem Strichstärke, Stift-Art und Farbe bestimmen, vom breitbeinigen Tag bis zur filigranen Schönschrift lassen sich also alle Stile realisieren. Stift und Display arbeiten hervorragend zusammen. HTC gelingt mit diesem Feature ein gültiges Alleinstellungsmerkmal. Sicher brauchen das nicht alle potenziellen User, das Flyer ist aber nicht nur einfach ein Android-Tablet unter vielen, sondern kann mit einer Funktionalität auftrumpfen, die andere Hersteller nicht anbieten. Uns gefällt das Flyer aber nicht nur deshalb mehr als gut. Das Tablet hat einen angenehmen Formfaktor, ist mit ca. 420 Gramm nicht zu schwer und spielt in der oberen Liga mit. Wenn dann noch Honeycomb kommt, wäre das Flyer aktuell mit unsere erste Wahl. Jetzt warten wir nur noch auf die fertige hard- und Software.

All products recommended by Engadget are selected by our editorial team, independent of our parent company. Some of our stories include affiliate links. If you buy something through one of these links, we may earn an affiliate commission.
Popular on Engadget