Bastelprojekt: Ein Cray-1A im Handteller

Felix Knoke
F. Knoke|10.13.14

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Felix Knoke
October 13th, 2014
Bastelprojekt: Ein Cray-1A im Handteller

Chris Fenton ist ein besessener Bastler. Sein Genie ist die Kombination aus High- und Lowtech. Wunderschön zu sehen an seinem neusten Projekt: Einem Nachbau des Archäo-Supercomputers Cray-A1 mit moderner Hardware. Vorteil: Gleiche Rechenpower, aber viel, viel kleiner.

Einst stand der Cray-1A für die Zukunft: Die reisrunde Konstruktion wog 5,5 Tonnen, wurde mit Freon gekühlt, kostete 1976 8,8 Millionen Dollar (nach heute umgerechnet: 37 Mio. Dollar) und diente vor allem der Simulation von Kernwaffentests und der Laser-Entwicklung. 80 Megaflops schaffte die erste Version des Cray-1A - für damalige Verhältnisse unfassbar viel (ein aktueller Core i7 schafft 102,5 Gigaflops!).

Fentons Homebrew Cray-1A hingegen ist im Maßstab 1:10 nachgebaut, der Kühlerturm ist nur eine Verzierung, die auf einem "Xilinx Spartan-3E 1600"-Entwickler-FPGA (320 Euro) aufsetzt. Das Innenleben orientiert sich sehr nah am Original-Cray, was jetzt nur noch fehlt ist die Original-Software. Aber das ist ein Problem: Da der Cray-1A vor allem von amerikanischen Behörden eingesetzt wurde, ist die Software vermutlich verschollen. Kann jemandem Fenton helfen?
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