Spielberg vs Nolan: So unterscheidet sich der Interstellar-Plot

Felix Knoke
F. Knoke|11.12.14

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Felix Knoke
November 12th, 2014
Spielberg vs Nolan: So unterscheidet sich der Interstellar-Plot

Die Behauptung, dass "Interstellar" das "2001 unserer Zeit" ist, kann man nach Konsum des Film getrost vergessen. Wären all die hübschen einige hübsche Pixel nicht, würde der Film wohl als gescheitert gelten: aufgeblasen und hohl, genau wie ein Wurmloch. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte keinen Science-Fiction-Film erwarten, sondern eine wirklich dürre Schmonzette, die mit unpassenden, langatmigen Action-Einlagen unterbrochen wird. Es passiert: nichts. Das Drama des Films ist, dass er gleich viele Filme auf ein Mal sein will, und nichts davon richtig macht. Leider ist er selbst reichlich undramatisch.

Eine Erklärung für das Debakel ist, dass "Interstellar" ja eigentlich ein Steven-Spielberg-Film hätte werden sollen, geschrieben von Christopher Nolans Bruder Jonah. Slashfilm hat die Filmwerdung nachvollzogen - und dabei 15 Unterschiede zwischen der Ursprungsversion und der Kinoversion herausgearbeitet.

Das sind ganz fundamentale Unterschiede - Details nach dem Break. Aber was unerklärlich scheint: Wer kam wieso auf die Idee mit den absurdesten autonomen Robotern der Filmgeschichte (siehe Bild).Ein paar Unterschiede in den Filmversionen:

Murph ist ein Junge, kein Mädchen.

Coop erfährt über eine abgestürzte Raumsonde vom Eisplaneten jenseits des Wurmlochs, nicht durch ihn selbst, der durch Schwerkraftsbeeinflussung durch sein eigenes Bücherregal zu sich spricht.

Die Lazarus-Mission gab es nicht; Coop fliegt mit seinem Team als erster durchs Wurmloch.

Alle durchs Wurmloch geschickten Sonden crashten auf einem Eisplaneten - den Coop und Co aber erst nach einem dramatischen Ausweichmanöver vor einem überraschenden Schwarzen Loch ansteuern können.

Auf dem Eisplaneten war schon jemand: Die Chinesen, alle tot. Grund: Nicht nur ein Schwarzes Loch, sondern auch ein Neutronenstern ist in der Nähe des Eisplaneten - und der tötet alle zwanzig Minuten alles, was sich auf dem Planeten bewegt.

Falsch! Die Chinesen und die Crew landeten nur auf einer vereisten Wolkenschicht. Auf der Planetenoberfläche ist Leben und alles ist schön - und voller chinesischer Robo-Drohnen, die dort eine Kolonie ohne Menschen aufgebaut haben.

Aber, oh weh: Die Robo-Drohnen haben ein Miniatur-Schwarzes-Loch ausgemacht, was den Eisplaneten ins große Schwarze Loch schubsen könnte - und daraufhin eine Schwerkraft-Maschine gebaut. Die sei zwar zu schwach, um gegen das Schwarze Loch etwas ausrichten zu können, aber auf der Erde wäre es genau das richtige. Also zurück damit!

Und dann kommen Aliens, böse China-Roboter und Wurmloch-fressende Schwarze Löcher ins Spiel und alles wird ganz schön kompliziert und komisch und am Ende ist die Erde tot.

Cooper und Brand haben Sex, fallen in ein zweites Wurmloch und entdecken die Wurmloch-Kreaturen, mit denen Cooper mit Kugellager-Kugeln kommuniziert.

Die Kreaturen zeigen den Weg zu einer Raumstation außerhalb von Zeit und Raum--- ach, und dann geht der Film quasi von vorne los. Wer sich das antun will: Seite 4.

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