YouTube unterzeichnet Deal mit Indies

Felix Knoke
F. Knoke|11.12.14

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Felix Knoke
November 12th, 2014
YouTube unterzeichnet Deal mit Indies

Das war ein ganz schön langer Streit zwischen dem Rechteverwalter Merlin und YouTube. Aber jetzt haben die Google-Tochter und das "virtuelle fünfte Label" endlich einen Vertrag abgeschlossen, der es YouTube ermöglicht, Musik von Zehntausenden Indie-Künstlern in seinen bald startenden Musikdienst aufzunehmen. Jetzt soll YouTube laut "Financial Times" schon in den nächsten Wochen den Abo-Musikdienst hochfahren, mit dem gegen eine Fixsumme Musik ohne Werbeunterbrechung angehört und Musikvideos angeschaut und sogar für netzlose Situationen zwischengespeichert werden können.

Für YouTube bestehen große Hoffnung: Sollte auch nur ein kleiner Prozentsatz seiner eine Milliarde Nutzer zu zahlenden Kunden konvertiert werden, könnte das massive Zusatzumsätze bedeuten - Midia Research rechnet mit bis zu 500 Millionen Dollar im ersten Jahr (Gesamtmusikmarkt: 15 Milliarden Dollar).

Merlin vertritt über 20.000 Labels aus 39 Ländern, im Grunde ist Merlin die zentrale Anlaufstelle, wenn man Verwertungsrechte von Zehntausenden Künstlern auf ein Mal für sich erwerben will. Seit Jahren wehrte sich Merlin gegen Ungleichbehandlung von großen Labels und Indiekünstlern im neuen Onlinemarkt. Vor ein paar Monaten dann schien es so, als ob Merlin mit YouTube einen Vertrag hätte - im Juni 2014 leakte ein Vertrag, der zeigte, was YouTube den Indiekünstlern abringen wollte. Merlin wehrte sich, YouTube drohte mit der Entlistung von Merlin-Künstlern. Der neue Vertrag laut "FT" nun deutlich besser für Merlin und deren vertretende Künstler.
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