Lizard Squad vermietet jetzt DDoS-Feuerkraft

Felix Knoke
F. Knoke|12.31.14

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Felix Knoke
December 31st, 2014
Lizard Squad vermietet jetzt DDoS-Feuerkraft

Der Überlastungsangriff auf Sonys PSN und Microsofts Xbox Live war nur eine Werbeaktion für einen neuen DDoS-Service: Der Lizard Squad verkauft jetzt auch Überlastungsangriffe. Zwischen 3 und 70 Dollar, zahlbar mit Paypal und Bitcoin, kostet so ein Angriff des "Lizard Stressers" gegen gegnerische Internet-Systeme. Bezahlt wird je nach Länge des Angriffs: Für derzeit 70 Dollar man pro Monat 500 Minuten lang 5-20Gbit/s-Feuerkraft, für 3 Dollar nur 100 Sekunden.

Aber stimmt das alles, oder ist das nur eine weitere Finte? Einerseits ist ein DDoS-Mietservice nichts außergewöhnliches. Und wenn man, wie angeblich einer der Lizard-Mitglieder, gegen den gerade das FBI wegen Besitzes eines Botnetzes ermittelt, ein besonders großes besitzt...?

Auf der anderen Seite könnte das auch nur eine Honigfalle zum Einsammeln von weiteren Login-, Bitcoin- und Paypal-Daten sein oder einfach nur ein Scherz. Was stutzig machen sollte, sind die unterschiedlichen Feuerkraft-Angaben und Preise, die seit Start des angeblichen Dienstes auf der Website und in Artikeln zum Thema auftauchen.

Aber an sich sind all diese Fragen ja überflüssig: Es gibt meiner Ansicht nach keinen legitimen Grund, DDoS gegen jemanden einzusetzen und damit keinen legitimen Grund, das anzubieten. Noch nicht mal lustig oder clever ist es - sprich: es ist ganz schön dumm.

Nach dem Break: Wie jemand das Ticket-System des Lizard Stressers exploitet...
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