Kurztest: Minibeamer LG PH300

Felix Knoke
F. Knoke|01.05.15

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Felix Knoke
January 5th, 2015
In this article: LG, Projektoren, review
Kurztest: Minibeamer LG PH300
Ich hatte mir vor Weihnachten einen Minibeamer von LG zum Test ausgeliehen. Eigentlich hab ich ein großes Review geplant, mit diversen anderen Projektoren zum Vergleich. Das hätte quasi eine Fortsetzung einer Geschichte von 2008 sein sollen, in der ich den unmittelbar bevorstehenden Picoprojektoren-Boom vorwegnehmen wollte - der sechs Jahre später immer noch auf sich warten lässt!

Aber irgendwie beschlich mich nach ein paar Tagen Ausprobieren und Herumtragen das Gefühl, dass dieses Warten einen Grund hat und es viel eher um eine grundlegendere Frage gehen sollte: Projektoren sind aus der Geschäfts- und Fortbildungsnische nicht wegzudenken - klar. Aber ist ein Projektor wirklich die beste Wahl für den Medienkonsum zuhause? Und was bringt da ein Mini-Projektor überhaupt?

Nach dem Break ein paar Fakten zum LG PH300 - und hier die Frage an Euch:

%Poll-90545%Der LG PH300 ist ein Mini-Projektor mit LED-Lichtquelle und einem DMD-Spiegelchip. Er schafft 1280x720 Bildpunkte bei einer Diagnonalen von einem Meter bei einem Projektsionsabstand von 150 cm, bis zu 300 Lumen und einem Kontrast von 100.000:1. Das Lampenleben gibt LG mit bis zu 30.000 Stunden an (=1250 Tage Dauerbetrieb). Hier gibt es alle Spezifikationen.



Neben seinen relativ kleinen Maßen von 113 x 84 x 64mm und einem Gewicht von 450 Gramm zeichnet sich der Projektor vor allem durch einen eingebauten Akku (Laufzeit: 2 Stunden) und die Möglichkeit eines Direktbetriebs über USB-Stick oder DVB-T-Tuner aus.

Die automatische Bild-Ausrichtung bei schräger Projektion fand ich toll (Keystone, +/- 15°), das Bild ausreichend. Gegen Tageslicht hat der Projektor keine Chance, ein harmloses Hintergrundlicht kann er verzeihen.

Die Werte und die Maße passen gut zusammen, ich hatte nichts auszusetzen. Was mich aber störte, war das recht hohe Betriebsgeräusch. Einen Mini-Projektor hat man typischerweise neben sich stehen - wo man die lauten Lüfter viel zu gut hört. Ein Betrieb über den eingebauten Lautsprecher macht schlicht keinen Spaß. Letztlich hatte ich das Gefühl, dass ich für einen angemessenen Heimkinospaß den Mini-Projektor zu einem normalen aufrüsten müsste, also vor allem Ton- und Bildleitungen legen.

Und dafür ist mir der Preis von 400 Euro echt zu viel.

Aber vielleicht geht es ja auch darum: So ein Gerät ist für unterwegs gedacht, für Geschäftsleute oder andere Vortragende. Wer zuhause Filme schauen will, baut sich entweder ein richtiges Heimkino (dazu braucht man ja auch erstmal eine Wand und einen Sitzabstand, damit sich das lohnt!) oder schaut direkt auf dem Laptop mit gefühlter Monster-Diagonalen und Super-Kopfhörersound. So zumindest mach ich das jetzt wieder.
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