Elon Musks Hyperloop nimmt Fahrt auf

Franziska Weiss
F. Weiss|08.23.15

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Franziska Weiss
August 23rd, 2015
Elon Musks Hyperloop nimmt Fahrt auf

Der Hyperloop ist Zukunftsmusik: Menschen sollen in elektrisch betriebenen Transportkapseln über Luftpolster durch Röhren sausen, in denen ein Teilvakuum herrscht. Als sinnvolle Strecke schlug Elektroauto- und Raketenbauer Elon Musk, von dem das Konzept stammt, eine Verbindung der Städte Los Angeles und San Francisco vor. Geschätzte Reisezeit 35 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 962 km/h.

Das klingt fantastisch, und offensichtlich wollen immer mehr Firmen tatsächlich bei dieser Musik mitspielen.

Vor ein paar Tagen gab das Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies bekannt, dass es mit dem in Köln sitzenden Vakuumspezialisten Oerlikon Leybold Vacuum und dem Ingenieurleistungsunternehmen Aecom Verträge unterzeichnet habe. Hyperloop Transportation Technologies wurde gegründet, um Ingenieure unter einem Dach zu versammeln, die sich in ihrer Freizeit mit der Umsetzung von Hyperloop beschäftigen möchten. Im Gegenzug erhalten die NASA-, Boeing- und SpaceX-Angestellten Aktienoptionen - wie jetzt auch Oerlikon und Aecom.

„Ich denke nicht, dass die Konstruktion im Vergleich zu bereits existierenden Technologien eine erhebliche Hürde darstellt", sagt Carl Brockmeyer, Head of Business Development von Oerlikon laut Wired. Die größere Herausforderung sei es, die Kosten und den Energieverbrauch in Grenzen zu halten. Sechs Angestellte seiner Firma sollen nun herausfinden, wie viel Energie benötigt wird, um den extrem niedrigen Innendruck der Hyperloop-Röhren zu erzeugen, und die Kosten dafür berechnen.

Mit dem Bau der ersten Hyperloop-Teststrecke soll 2016 begonnen werden. Sie soll acht Kilometer durch Quay Valley führen. Quay Valley, noch nie gehört? Kein Wunder, denn auch das ist Zukunftsmusik: Im Nirgendwo an der Interstate 5 zwischen San Francisco und Los Angeles soll eine Retortenstadt für 75.000 Bewohner entstehen, versorgt mit Solarenergie. Eine „Modellstadt für das 21. Jahrhundert", wie es auf der Webseite dazu heißt.
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