So funktioniert Force Touch auf dem Huawei Mate S

Thaddeus Herrmann
T. Herrmann|09.03.15

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So funktioniert Force Touch auf dem Huawei Mate S

Es war ein wenig verwirrend, die Geschichte mit dem Force-Touch-Display des Huawei Mate S, das gestern in Berlin vorgestellt wurde. Ein großer Teil der Präsentation wurde für das Feature verwendet, für ein Feature, das im regulären Mate S gar nicht verfügbar ist, sondern nur in einer speziellen Version, von der noch gar nicht wirklich klar ist, wann sie verfügbar sein wird.

Ich habe mir heute bei Huawei einen Prototypen des Mate S angesehen, der mit dem Force-Touch-Display ausgestattet ist.


Zunächst die gute Nachricht: Bei Huawei rechnet man damit, dass die Force-Touch-Variante des Mate S noch dieses Jahr in Deutschland in den Handel kommt. Der Grund, warum das Telefon nicht von Anfang an verfügbar ist, ist einfach: Die Serienproduktion der Displays läuft gerade erst an. Erst wenn wirklich ausreichend Einheiten zur Verfügung stehen, soll der Verkauf beginnen. Das gibt Huawei hoffentlich genügend Zeit, sich sinnvolle Funktionen für die Display-Technik auszudenken.

Im Moment lassen sich genau drei Dinge mit Force Touch bewerkstelligen. Dinge lassen sich wiegen – die Gegenstände müssemn leiten können, da es sich um eine kapazitative Technik handelt –, in der Galerie kann man in Bilder-Detauls hereinzoomen, außerdem sind die beiden oberen Ecken des Displays für den Start bestimmter Apps belegbar. Letzteres ist ein bisschen hakelig – zumindest mit meinen Fingern, die Waage und die Lupen-Funktion bei Bildern funktioniert vollkommen problemlos.

Das sind keine Killer-Features. Nicht ohne Grund will Huawei von Usern und Entwicklern Inspiration für mögliche Einsatzgebiete. Bei Huawei Deutschland war man sich heute einig, dass die entsprechenden APIs zur Verfügung stehen werden.


Die Force-Touch-Technologie selbst macht das Mate S minimal dicker. Dem Display muss eine extra Schicht hinzugefügt werden, so ist die Force-Touch-Version rund 0.5 Millimeter dicker. Wenn man genau hinschaut, sieht man das dickere Display, der Prototyp fühlt sich außerdem ein wenig schwerer an als das reguläre Mate S: alles total egal.

Ein Anfang ist gemacht in Sachen Force Touch. Sollte Apple die kommende iPhone-Generation wirklich auch mit Force Touch ausstatten, wird es interessant, welche Features man sich in Cupertino für die neue Technologie ausgedacht hat. Bis Force Touch Teil unseres Smartphone-Alltags wird, werden so oder so noch ein paar Monate vergehen.

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