Biegsame Handys könnte es früher geben als gedacht

Felix Knoke
F. Knoke|02.18.16

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Biegsame Handys könnte es früher geben als gedacht

Man kennt all die Messedemos von biegsamen Bildschirmen und faltbaren Bildfolien und, aber so richtig überzeugend war nichts davon (auch nicht Sonys 1000-Dollar-Papier). Denn noch ist eine ganz einfache Frage offen: Für was braucht man das überhaupt?

Der ReFlex-Prototyp einer Forschergruppe am Human Media Lab der Queens University gibt darauf eine Handvoll antworten: Er ist ein biegsamer 720p-OLED von LG, den die Forscher mit Biegesensoren und haptischen Feedback-Motoren ausgestattet haben. Die Rechenkraft liefert eine selbstentwickelte Platine im Seitenfach, auf der Android 4.4 läuft.

Besonders macht ihn sein Bedienkonzept: Biegt man den ReFlex, blättert man durch ein E-Buch, je gebogener desto schneller. In einer anderen Demo spannt man die Angry-Birds-Vogelzwille durch die Biegung. Auch die schnelle Navigation großer Listen soll sehr gut funktionieren, schreibt die Forschergruppe in ihrem Paper. Schwingspulen vermitteln dabei realistische Spann- und Blättergefühle.

Die Forscher stellen das Gerät ab heute in den Niederlanden auf einer Konferenz zur Mensch-Computer-Interaktion vor. Die Technik könnte ihnen zufolge in fünf Jahren serienreif sein.

Video nach dem Break.

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