Wasserwerke: Türen stehen weit offen für Hacker

Untersuchung zeigt, dass die Betreiber der Anlagen ahnungslos und teilweise auch desinteressiert sind
Franziska Weiss
F. Weiss|07.16.16

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Wasserwerke: Türen stehen weit offen für Hacker

Zwei Redakteuren von Golem und Internetwache, Philipp Schäfers und Sebastian Neef, gelang es im Rahmen einer Recherche, auf die Steuerungssysteme von vielen Industrieanlagen zuzugreifen. Darunter waren Wasserwerke, Blockheizkraftwerke und Interfaces zur Gebäudeautomatisierung. Besonders erschreckend ist das Beispiel von drei deutschen Wasserwerken, von denen Zehntausende Menschen abhängig sind: Die beiden Sicherheitsforscher konnten die Anlagen über das Internet nicht nur ausspähen, sondern auch manipulieren. Das ging so weit, dass die beiden in einem der Werke über den Zugriff auf die Pumpanlagen sogar die Wasserversorgung hätten unterbrechen können.

Auf Golem erklären Schäfers und Neef ihre Vorgehensweise und geben weitere Beispiele von schlecht geschützten Anlagen. Außerdem beschreiben sie die Reaktionen des Herstellers der betroffen Software und der Betreiber. Letzte waren nicht nur ahnunglos, sondern nicht wenige interessiert die Sicherheit ihrer Computersysteme offenbar nicht besonders, obwohl diese lebenswichtige Infrastrukturen steuern. Die betroffenen Anlagen (zwei in Bayern, eine in Niedersachsen) seien mittlerweile aber nicht mehr über das Internet erreichbar.
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