EU könnte heute Milliarden von Apple verlangen. (Update: 13 Milliarden Euro)

Eine weitreichende Entscheidung für den ganzen Technologiesektor
Sascha Koesch
S. Koesch|08.30.16

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Sascha Koesch
August 30th, 2016
EU könnte heute Milliarden von Apple verlangen. (Update: 13 Milliarden Euro)

Laut Bloomberg und anderen Quellen könnte die EU Kommission heute eine Strafe für Apple auf den Weg bringen, die bestehende Steuerdeals mit Irland negiert und eine Zahlung von mehreren Milliarden für Apple verursacht.

Es ist die Rede von bis zu 19 Milliarden Euro, die Apple nachzahlen müsste. Selbst die geringsten Schätzungen gehen immer noch von mehreren Hundert Millionen aus. Die Entscheidung der Wettbewerbskomissarin Margrethe Vestager dürfte heute vorliegen und man vermutet, dass andere große Technologiefirmen darauf hin ähnliche Verfahren drohen, wenn auch dieses allein zwei Jahre in Anspruch genommen hat.

In den USA sieht man diese Entwicklung natürlich mit anderen Augen, da dort befürchtet wird, dass so der US-Ökonoimie Gelder entzogen werden. Von EU-Seite wird allerdings seit längerem gefordert, dass große Technologie-Unternehmen nicht länger Steuerbegünstigungen über einen irländischen Alleingang realisieren können.

Apple zahlt wohl generell auf Auslandseinkünfte nur 4% Steuern und 90% dieser Einkünfte werden über Irland abgewickelt. Eine Entscheidung in Milliardenhöhe wird Apple sicherlich gerichtlich angehen.

Update: Die Summe wurde auf 13 Milliarden Euro festgelegt, was bislang die größte ist, die von der EU für eine Firma festgelegt wurde. Die 13 Milliarden Euro beziehen sich auf die Jahre 2003 bis 2014 und sind noch ohne zusätzliche Zinsen.

Nach den Ergebnissen der Untersuchungen soll die effektive Steuerlast von Apple in der Europäischen Union so zwischen 1% in 2003 und 0,005% in 2014 gelegen haben. Sowohl Irland als auch Apple haben Berufung gegen die Entscheidung der EU eingelegt.
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