LED-Straßenlaternen sollen gesundheitsschädlich sein

Schlaflos in Seattle, Los Angeles, Be
Felix Knoke
F. Knoke|09.26.16

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Felix Knoke
September 26th, 2016
LED-Straßenlaternen sollen gesundheitsschädlich sein

urban street with light trails

Der amerikanische Ärzteverband American Medical Association (AMA) warnt in einem Bericht vor den gesundheitschädlichen Folgen von LED-Straßenbeleuchtung in Städten. Durch die helle Leuchtkraft und den hohen Blauanteil im Laternenlicht würde der Tag-Nacht-Rhythmus der Stadtbewohner gestört. Das könne ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen bis hin zu Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus würde LED-Licht das Sehvermögen in der Nacht beeinträchtigen.


Der Rat für Wissenschaft und öffentliche Gesundheit der AMA rät aber trotzdem zu einer Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Technik, um den Energiebedarf und die Nutzung fossiler Treibstoffe zu senken. Dabei solle aber darauf geachtet werden, dass der Anteil blauen Lichts auf ein Minimum gesenkt wird. LED-Laternen sollten mit einer Farbtemperatur von höchstens 3000 Kelvin leuchten, ordentlich gegen Blendeffekte abgeschirmt sein und in weniger wichtigen Zeiten abgedimmt werden können.

Dass eine in bläuliches LED-Licht getauchte Öffentlichkeit Probleme mit sich bringen könnte, davor warnen ExpertInnen schon lange. Auch in Deutschland war das mehrmals ein Thema - auch hier rüsten immer mehr Städte auf LED-Licht um. Dabei werden aber nicht nur die abträglichen Folgen für die Menschen immer wieder genannt, sondern auch die Probleme für die Tier- und Pflanzenwelt, die Tageszeitinformationen der Intensität blauer Lichtanteile entnimmt. Einen interessanten Artikel dazu hat letztes Jahr die Welt veröffentlicht.

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