Hands-On und Bericht: DJI Mavic Pro

Wir haben uns eine der zur Zeit spannendsten Drohnen für euch genauer angeschaut
Ji-Hun Kim
J. Kim|10.07.16

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Hands-On und Bericht: DJI Mavic Pro

Diese Woche hat DJI in Portugal sein neustes Produkt vorgestellt: die Mavic Pro. Eine im Vergleich zu den Phantom-Modellen enorm kompakte Drohne. Sie wiegt 743 Gramm und lässt sich zusammenfalten, so dass sie beim Transport kaum noch Platz wegnimmt und handgepäcktauglich ist. Sie richtet sich an User, die eine Drohne aus Spaß am Fliegen nutzen wollen, aber natürlich auch an Videoproduzenten und Filmemacher.

So ist sie mit einer 4K-Kamera mit 30 fps ausgestattet, Fotos werden mit 12 MP geschossen. Sie hängt an einem mechanischem 3-Achsen-Gimbal, der Shutter kann von 1/8000s bis 8s eingestellt werden. Ebenfalls interessant: ein mechanischer Portrait Mode, um Hochkantfotos und -videos zu schießen. Dafür wird die Kamera mechanisch um 90 Grad gedreht. Ein Gesture Mode ermöglicht das Selbstauslösen von Himmelselfies via Geste.

Die Mavic Pro kann mit der mitgelieferten Fernsteuerung geflogen werden. Das eigene Smartphone, das sich andocken lässt, liefert einen FPV-Screen und Funktionen, wie man sie auch von den größeren DJI-Modellen kennt. Ebenfalls möglich ist die Steuerung nur per Smartphone. Dann ist die Reichweite allerdings limitiert (80 Meter). Mit der regulären Fernsteuerung sollen hingegen Distanzen bis 7 km möglich sein.

Die Kamera-Drohne verfügt über unterschiedliche Flugmodi. Neben dem klassischen GPS Mode gibt es den Sport Mode, der Geschwindigkeiten bis zu 65 km/h ermöglicht. Dabei werden allerdings Hinderniserkennung und andere Sicherheitsvorkehrungen deaktiviert und sollte daher nur von geübten Nutzern genutzt werden. Crashgefahr. Macht aber wirklich viel Spaß und ist nicht anders als bei Sportwagen, wenn der Sportmodus an- und das ESP ausgestellt wird. Der Tripod Mode widmet sich an Filmer. Hier fliegt die Drohne extrem langsam und ermöglicht Indoor-Aufnahmen und elegante ruhige Schwenks und Kamerafahrten.

Auch vorgestellt wurde das DJI Goggle. Eine Displaybrille mit zwei 1920x1080 LTPS Bildschirmen, die für Rennflieger gedacht ist. Aber auch der Videofilmer kann so noch mehr Kontrolle über seinen Content gewinnen, denn gerade im hellen portugiesischen Sonnenlicht, wurde es teils schwer auf dem Handy-Display alles genau zu erkennen, was gerade gefilmt wurde.



Die Mavic Pro wird es in zwei Ausführungen geben. Einmal für 1.199 Euro inklusive Fernsteuerung und Akku, sowie für 1.499 Euro. Dafür mit zusätzlichen Akkus, Zubehör und der praktischer Schultertasche. Es ist erstaunlich wie "iditotensicher" sich die Mavic Pro fliegen lässt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase lässt sie sich ziemlich präzise navigieren und sie steht auch bei Wind sehr stabil in der Luft. Funktionen wie ActiveTrack können die Drohne automatisch eine Person folgen lassen. Dafür braucht sie keinen Sensor oder ähnliches zu tragen, sondern wird einfach über das Display ausgesucht. Auch Höhenunterschiede gleicht sie dabei aus. Beispielsweise, wenn man einen Berg besteigt und das auf Video aufgenommen werden soll. Die Mavic Pro ist wegen ihres Formfaktors und der Usability mit Sicherheit eine der spannendsten Drohnen auf dem Markt. Sie könnte neue Zielgruppen erschließen, aber auch für Profifilmer eine praktische Alternative zu den sperrigen Drohnen sein. Vor allen Dingen macht sie viel Spaß. Ein Feature, das bei solchen Devices nicht unterschätzt werden darf. Seht mehr Eindrücke in der Bildergalerie unten.

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