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SpaceX würde gerne 4.425 Satelliten ins Weltall schießen

Derzeit umkreisen 1.400 Satelliten die Erde
Felix Knoke
November 17, 2016
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SpaceX hat bei der amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC die Zukunft des Internes beantragt. Das US-Weltraumunternehmen würde gerne 4.425 neue Kommunikationssatelliten in den Orbit schießen, um so die Welt mit schnellem Weltrauminternet zu versorgen.

Derzeit umkreisen 1.419 aktive und circa 2.600 inaktive von Menschen gemachte Satelliten die Erde.

Der Business Insider und viel mehr noch ein paar fleißige Leser von /r/space haben sich durch die FCC-Anmeldung gelesen und kann so SpaceX' Pläne konkretisieren. Schon seit Januar 2015 war nämlich bekannt, dass es gerne eine Satellitenkonstellation ins All bringen möchte - nur viele Details waren seit damals noch offen.

Jetzt ist es klarer: Demnach will das Unternehmen weder besonders große noch besonders kleine, sondern sehr viele eher kleine Geräte in einer Umlaufbahn installieren: Jedes ist 4 × 1,8 × 2 Meter groß und wiegt 386 Kilogramm. Sie sollen in fünf Orbits zwischen 1.150 und 1.275 Kilometern und 32 oder weniger Bahnebenen angebracht werden und so Ellipsen auf der Erdoberfläche von 2.120 Kilometern Länge mit bis zu 1 GBits/s und einer Latenz von 25-35 ms abdecken. Der Transport der Satelliten soll in zwei Phasen erfolgen: Zuerst 1.600, dann 2.825 plus ein paar Ersatzsatelliten.

CumbrianMan hat nachgerechnet, wie viele Raketenstarts mit aktueller SpaceX-Technik dafür nötig wären: 144 F9- und 22 FH-Starts. Das würde naiv gerechnet etwa vier Milliarden Dollar kosten. Die Produktion der Satelliten könnte noch einmal doppelt bis drei Mal so viel kosten - auch wenn SpaceX besonders günstige und in Masse herstellbare Satelliten entwickeln will. Das ist auch nötig, um die ständige Erneuerung der Konstellation günstiger zu gestalten. Die SpaceX-Satelliten sollen eine Haltbarkeit von fünf bis sieben Jahren haben.

Große Zahlen. Aber zum Vergleich: Um die 2013 in Deuschland noch nicht mit Breitbandinternet versorgten Gebiete bis 2018 mit mindestens 50 MBit/s anzuschließen, rechnete der TÜV für Rheinland in einer Studie für das deutsche Bundeswirtschaftsministerium mit 20 Milliarden Euro.









Die Investitionen für einen flächendeckenden Breitbandausbau unter optimaler Nutzung aller Technologien betragen ca. 20 Mrd. €. Diese Kosten ergeben sich für einen Ausbau im Technologiemix, bei dem Technologien wie CATV, VDSL-Vectoring und LTEAdvanced berücksichtigt werden.

Sollten die SpaceX-Pläne aufgehen, würde das nicht weniger als eine krasse Umwälzung des weltweiten Telekommunikationsmarkts bedeuten. Und ein immenses Monopol. Mal schauen, ob nicht die Wettbewerbshüter dem in die Quere kommen.

Hübscher Kommentar von Benjismith bei Hacker News:

You gotta love the genius of a guy whose rocket company gets to practice for their Mars launch by sending up a bunch of satellites (powered by the solar panels he makes) to assemble a new worldwide wireless internet company, in order to provide ubiquitous connectivity for his autonomous car business.



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