Microsoft meldet Hardware-Partnerschaften für Windows 10

Windows 10 läuft auf Snapdragons, Intel und MS kooperieren und Datenvolumen kauft man bald im Windows Store
Felix Knoke
F. Knoke|12.08.16

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Microsoft meldet Hardware-Partnerschaften für Windows 10

Symbolbild

Microsoft vertieft seine Verbindungen in die Hardware-Industrie: Windows 10 soll damit das Betriebssystem der innovativen Hardware der Zukunft werden. In einem Blogpost meldet Terry Myerson, der stellvertretende Vorsitzende von Microsofts Windows and Devices Group drei wichtige Neuerungen, die auf dem Windows Hardware Engineering Community-Event WinHEC in Shenzhen veröffentlicht wurden.

Microsoft und Intel verbünden sich zum Project EVO, das Intels neue Sensor- und Signalverarbeitungsfähigkeiten Windows-Diensten zur Verfügung stellen soll. Damit könne zum Beispiel Cortana tiefer in den Raum lauschen, Geräte könnten besser gegen Malware- und Hack-Angriffe und mithife neuer biometrischer Authentifizierungsmethoden gegen unerlaubten Zugriff geschützt werden. Mixed-Reality-Anwendungen sollen dank Intels Bildschirmhelmen und günstigen Rechnern für die Massen verfügbar und Gaming-Anwendungen mit 4K-Streams, HDR, WCG, Raumklang und "Xbox-Controllern mit nativem Bluetooth" (tatsächlich) verbessert werden.

Um Mixed-Reality schneller Alltag werden zu lassen, hat Microsoft die mit Intel entwickelten Spezifikationen für PC-Headset-Kombinationen auch anderen Hardware-Anbietern mitgeteilt: Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo werden 2017 auch Bildschirmhelme auf den Markt bringen.

Noch interessanter aber dürfte die Kooperation mit Qualcomm sein, um Windows 10 auf deren Snapdragon-Mobilchips zu bringen.

Ein gänzlich unerwarteter Schachzug aber ist die Erweiterung des Windows Stores um Mobilfunk-Datenpakete. Hardware-Partner sollen Mobilgeräte entwickeln, die immer online sind - und idealiter dazu eSIM-Technik nutzen: also auf physische SIM-Karten verzichten, sondern Mobilfunk-Verträge ganz elektronisch regeln. Damit macht Microsoft genau das, was Apple schon seit Jahren angeblich vorhat: Knietief ins Hardware-Geschäft der Mobilfunkprovider eintauchen.

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