Triage-Bot Wellpoint übernimmt die Ersteinschätzung

Er misst Gewicht, Blutdruck, Sauerstoffsättigung in drei Minuten
Felix Knoke
F. Knoke|03.08.17

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Triage-Bot Wellpoint übernimmt die Ersteinschätzung

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Bots werden in der Medizin der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Und geht es nach der belgischen Firma BeWell dann schon bei der Erstaufnahme: Ihr Triage-Bot Wellpoint soll anhand einiger schnell und sicher feststellbarer Gesundheitswerte Krankenhäuser bei der Ersteinschätzung unterstützen.

Wenn KrankenpflegerInnen das Gewicht einer Person in der Notfallaufnahme messen, Blut abnehmen und Sauerstoffwerte messen, dauere das mindestens sieben Minuten, sagt Bewell. Ihr Bot Wellpoint mache dieselbe Arbeit in drei Minuten. Dazu fragt das Touchscreen-Gerät eine Reihe von Standardfragen ab, um die Krankenakte zu aktualisieren. Stellt der Bot einen Notfall fest, alarmiert er das Personal.

Das Krankenhauspersonal soll so mühsame Routineaufgaben an den Bot abgeben und Notfälle schneller erkennen können.

Der Triage-Prozess beginnt mit der Eingabe einer Krankenhaus-Karte. Wellpoint fordert die PatientInnen dann auf, ihren Arm in ein automatisches Blutdruckmessgerät zu stecken. Danach wird das Körpergewicht der Person über eine integrierte Waage gemessen. Zuletzt soll sie einen Finger in einen Oximeter stecken um die Sauerstoffsättigung zu messen.

Demnächst soll die Maschine um weitere Sensoren (Körpergröße, Blut- und Urinwerte, Herzgefäßrisiken, ...) und eine Schnittstelle für elektronische Blutzuckermonitore von Diabetes-PatientInnen erweitert werden.



Interessant ist der Preis: Derzeit kostet das Gerät nur 8.400 Euro - für ein medizinisches Gerät ist das sehr wenig, und noch viel weniger als die eh schon geringen Personalkosten für eine menschliche Triage-Person.

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