Wissenschaftler erfinden dehnbare Elektronik mit Suppenzutat

Elastische Elektroden könnten Hirnschnittstellen und Wearables verbessern
Felix Knoke
F. Knoke|03.14.17

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Wissenschaftler erfinden dehnbare Elektronik mit Suppenzutat

Forschungsbild

Für elektronische Kleidung, aufklebbare Haut-Schaltkreise und Hirnschnittstellen braucht es Elektronik, die dehnbar ist. Ein Suppen-Dickungsmittel hat Forschern von Stanfords Bao Lab jetzt weitergeholfen: Mit ihm erschufen sie eine flexible Elektrode mit "unbeeinträchtigter elektrischer Leistung und hoher Dehnbarkeit", so Laborchefin Zhenan Bao. Das neue Material könnte dereinst auch in Kleidung eingewoben werden und LEDs, Pulsometer oder andere Sensoren betreiben.

Kunststoffe sind gewöhnlich gute Isolatoren. Aber Baos Mischung zweier Polymere leitet hervorragend elektrischen Strom. Allerdings war sie überhaupt nicht elastisch. Das SLAC National Accelerator Laboratory mit ihrer Röntgen-Laser sollte weiterhelfen. Sie fanden heraus, dass ein Molekül, das einem typischen Verdickungsmittel von Suppen gleicht, perfekt für den Einsatz wäre. Es unterbricht den Kristallisationsprozess des neuen Materials und führt so zu einem dehn- und biegbaren elektrischen Leiter. Entgegen ihrer Erwartungen ist dieses Material dünn und transparent, transparenter als alle anderen bislang bekannten dehnbaren Leiter, so das Paper.

Mit einem Tintenstrahldrucker können mit dem Material dehnbare Transistorenschaltungen und Elektroden hergestellt werden - die Vorläufer neuartiger elektronischer Leiterbahnen.

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