50 Prozent aller Android-Geräte bekamen 2016 keine Sicherheits-Updates

Google gelobt Besserung
Thaddeus Herrmann
T. Herrmann|03.23.17

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50 Prozent aller Android-Geräte bekamen 2016 keine Sicherheits-Updates
Google verspricht mehr Updates für alle Android-Geräte

Passend zur ersten Preview von Android O hat Google den jährlichen Bericht zu Sicherheitsaspekten des mobilen Betriebssystems veröffentlicht. Und der lässt tief blicken.

Rund 1,4 Milliarden Android-Geräte waren 2016 aktiv – 50 Prozent davon wurden nicht mit wichtigen Updates versorgt, die vor allem Sicherheitslücken stopfen sollten. Keine gute Bilanz. Google verspricht, zukünftig mehr mit Herstellern zusammenarbeiten zu wollen, um diese Situation zu verbessern. Positiv ist, dass Google die Schuld nicht komplett auf die Hardware-Macher abwälzt, auch wenn natürlich abzuwarten bleibt, ob den Versprechungen auch tatsächlich Taten folgen und die Updates nur so sprießen werden.

Android ist – genau wie jedes andere Betriebssystem – eine komplexe Angelegenheit. Die Gemengelage wird zusätzlich dadurch kompliziert, das es mit so vielen unterschiedlichen Hardware-Komponenten harmonieren muss. Die Smartphone- und tablet-Anbieter haben oft genug zu wenig Interesse daran, teure Resourcen dafür einzusetzen, ältere und vor allem preisgünstige Geräte mit Sicherheits-Patches zu versorgen. Initiativen von Google, Druck auf die Partner auszuüben, sind mehr oder weniger verpufft. Und genau deren Hardware macht die Masse aus.

Genau diese Situation soll sich zukünftig verbessert, bzw, hat sich bereits verbessert. In den USA, so heißt es, seien knapp 80 Prozent aller hochpreisigen Geräte in den USA Ende 2016 auf dem aktuellen Sichterheitsstand gewesen. Kein schlechtes Resultat, auch wenn es eben nur die teuren Devices betrifft. Google will Hersteller zukünftig dabei unterstützen, dass das Testen neuer Software zukünftig schneller und verlässlicher funktioniert. Ein einfacher A/B-Vergleich soll verhindern, dass Geräte nach dem Aufspielen von Patches nicht mehr funktionieren. Auch sollen die Updates vom Umfang her schrumpfen, um Downloads zu erleichtern. Die zeitnahen Updates scheinen in der Vergangenheit aber auch an ganz anderen Dingen gescheitert zu sein. Eine bessere Kommunikation zwischen Google und den Herstellern sol den Informationsaustausch auf Augenhöhe garantieren und so auch zu besseren Ergebnissen für die Kunden führen.

Malware wird von Google mittlerweile schärfer angegangen. 2016 wurde der Play Store insgesamt 750 Millionen Mal nach schadhaften Apps durchsucht, deutlich öfter als noch 2015. So konnten Trojaner um 51,5 Prozent und Phishing-Apps sogar um 73,4 Prozent reduziert werden.

Updates und Android wird auch 2017 ein schwieriges und stellenweise schmerzhaftes Thema bleiben. Dass sich Google aber aktiv(er) darum zu kümmern scheint und auch die Kommunikation mit den Hardware-Partnern sucht, ist ein gutes Zeichen. Das Ergebnis bleibt jedoch offen.

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