Nokia und OnePlus lassen Project Treble im Regen stehen

Schnelle Android-Updates müssen anders kommen
Sascha Koesch
S. Koesch|12.10.17

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Nokia und OnePlus lassen Project Treble im Regen stehen

Wer die Entwicklung von Android ein wenig verfolgt, der wird sich immens gefreut haben, dass Google für Oreo eine neue Idee eingeführt hat, die die Fragmentierung und langsame Update-Zeiten entschieden verbessern sollte. Project Treble nannte sich das und es wird mit allen Smartphones, die mit Oreo ausgeliefert werden, ein Pflichtprogramm. Nebenher ist es auch noch perfekt für die Entwicklung von Custom-ROMs.

Smartphones die nicht mit Oreo ausgeliefert werden, also bislang eigentlich fast alle, können bei ihrem Upgrade auf Oreo auf Project Treble allerdings verzichten. D.h. sie müssen Android und Hersteller-Implementierungen darüber nicht voneinander trennen. OnePlus und Nokia haben nun angekündigt für ihre Android Oreo Upgrades auf bestehenden Smartphones genau diesen Weg zu gehen. OnePlus nachdem es von Nutzern sogar eine Petition für die Einführung von Project Treble gegeben hat. Sony, Samsung, HTC und LG scheinen - allerdings bislang noch nicht offiziell bestätigt - den gleichen Weg ohne Treble bei ihren Updates auf Android Oreo zu gehen. Huawei ist mit seinem Mate 9 und Honor 8 Pro bislang die Ausnahme.

Warum? Weil Project Treble eine andere Partitionierung benötigt. Die Begründungen, warum dies zu Problemen führt, sind allerdings bei OnePlus und Nokia recht unterschiedlich. Während OnePlus zugibt, dass eine neue Partitionierung bei OTA-Updates zwar möglich ist, aber zu Problemen führen könnte, sagt Nokia, dass ein OTA-Update gar nicht drin wäre. Die Gefahr mit Project Treble sein Smartphone zu "bricken" scheint allerdings recht groß.

Dies klingt letztendlich problematischer als es in der Realität sein dürfte, denn gerade diese Firmen haben bislang mit einer relativ zeitnahen Implementierung von Android Oreo überzeugt. Und natürlich laufen auch über Project Treble die Android-Updates nicht einfach automatisch via Google am Hersteller vorbei, sondern sie sind für diesen nur mit weniger Aufwand zu realisieren. Wieviel schneller Android-Upgrades mit Project Treble dann letztendlich wirklich werden, muss sich in der Realität dann noch zeigen. Ein gutes Anzeichen wäre, wenn das erste Smartphone außerhalb von Pixels dann mal Android 8.1 bekommt. Sollte dies Sonys XZ1 sein, das ja mit Oreo ausgeliefert wurde, dann wäre dies eine Bestätigung, dass der Plan von Google aufgeht.
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