Review: Argus 2 mobile Überwachungskamera

Mit Solarpanel
Sascha Koesch
S. Koesch|04.30.18

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Sascha Koesch
April 30th, 2018
In this article: digital, gadgets, haushalt
Review: Argus 2 mobile Überwachungskamera image
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Es is schon eine Weile her, dass wir die sehr praktische mobile Argus Überwachungskamera von Reolink getestet haben, aber sie ist seitdem immer noch und vor allem durch und durch verlässlich im Einsatz. Nun gibt es eine neue Version und die bringt gegenüber dem Original einige Vorzüge, die schon damals auf der Wunschliste standen.

Wie schon der Vorgänger ist die Argus 2 komplett mobil. D.h. sie wird über Batterie betrieben und lässt sich so überall, wo man Zugang zum WiFi hat, bequem ohne jedes Gefussel installieren. Anders als bei der ersten ist hier aber eine aufladbare Lithium-Ion Batterie dabei (5.200mAh), die man als Pack einklinkt und eine ähnliche Leistungsdauer haben soll (4-6 Monate im Standby). Und mehr noch, es gibt ein zusätzliches wasserfestes Solarpanel, dass die Kamera ziemlich verlässlich für ewig mit Strom versorgt, falls man sie nicht gelegentlich mal zum Aufladen reinholen möchte. Obendrein gibt es nun auch noch eine kleine Plastikummantelung, um auch wirklich den ärgsten Regen abzuhalten. Die Kamera selbst hat sich nur marginal verändert. Ein etwas anderer Sensor, der noch bessere Nachtsicht verspricht, aber ansonsten ist bis ins Design eigentlich alles gleich geblieben. Und das ist auch gut so.

Die Einsatz-Szenarien der Kamera sind sehr vielseitig. Der schwere Fuß mit einem Magneten lässt einen die Kamera in beliebigen Winkeln drinnen und draußen aufstellen, wo immer man sie gerade brauchen mag. Natürlich lässt sie sich auch mit den mitgelieferten Schrauben leicht fest installieren. Neben dem 1080p Videostream (max. 15fps), der sich von überall aus sehr schnell aufrufen lässt, hat man bei schlechteren WiFi-Bedingungen auch die Möglichkeit Auflösung auf 720p und bis zu 2fps herunterzuschrauben. Ja, man kann auch Bitraten von 64 bis 2048 einstellen und fließend zwischen zwei Voreinstellungen wechseln. Neben der Kamera ist die Argus 2 mit einem PIR-Sensor ausgestattet, reagiert also zuverlässig, wenn etwas lebendiges vor die Kamera huscht und hat eine eigene Infrarot-Beleuchtung, so dass selbst völlig ohne Licht noch klare Bilder geliefert werden. Hat man den Sensor angeschaltet, werden bei Bewegungen Videos auf eine microSD gespeichert, die man natürlich auch über die App problemlos jederzeit ansehen und speichern kann. Darüberhinaus taugt die Kamera dank Mikrofon und Lautsprecher auch noch als Gegensprechanlage. Von der klassischen Heimüberwachung über Kontakt zum Haustier bis hin zur Kommunikationsanlage ist der Einsatz drinnen und draußen also extrem vielseitig.



Tatsächlich ist uns mittlerweile sogar ein neues Feature eingefallen: man kann über die Argus 2, wenn man sie in der Wohnung in Hörweite eines smarten Lautsprechers hat, sein Heim steuern, egal wo man gerade ist. Da ich nun zwei dieser Dinge habe, konnte ich auch Multiview testen. D.h. die Bilder mehrerer Kameras gleichzeitig sehen. Die Argus 2 reagiert übrigens auf den Aufruf eines Livestreams noch etwas schneller als ihr Vorgänger.

Die Einstellungsmöglichkeiten in der App sind sehr vielseitig. Sensitivität des PIP-Sensors, Sicherung durch Passwort selbstverständlich, Sharing mit anderen App-Nutzern, Push-Meldungen und oder E-Mail, wo oder ob die Zeit und der Kamera eingeblendet werden (man kann den Stream auch spiegeln oder horizontal drehen, falls man es an der Decke montiert), ob Infrarot automatisch angeht oder nicht, ob man den PIR-Sensor überhaupt an haben will, ob man ein Status-LED anzeigen möchte, ob die Kamera selbständig einen Alarm (laut!) erklingen lassen soll, usw. Täglich Übersicht und Warnung bei zu hohem Batterieverbrauch gibt es auch. Und trotz all dieser Einstellungen ist das irgendwie noch übersichtlich.



Es gibt ein paar Features, die man vermissen mag. Die Aufnahmen lagern nur auf der microSD und lassen sich nicht automatisch auf einen Cloudserver schieben. Nimmt also jemand die Kamera, oder eben die microSD mit und man hat die Videos nicht vorher gezogen, ist kein "Beweismaterial" mehr da. Das war beim Vorgänger verständlich, da es natürlich auf die Batterie geht, aber gerade wenn man die Argus 2 mit dem Solarpanel betreibt, oder gar an einen USB-Anschluss angesteckt hat, dann wäre z.B. ein Upload auf Google Fotos perfekt. Eine Integration in Smart-Home-Konstellationen ist auch nicht möglich, das allerdings vermisse ich weniger.

Alles in allem liefert die Argus 2 für 130 Dollar (das Solarpanel kostet nur 30 Dollar extra) eine Menge. Der Winkel der Kamera ist mit 130-Grad sehr weit, die Aufnahmen gestochen klar und das sowohl in schlechteren als auch normalen Lichtverhältnissen und natürlich auch im IR-Modus. Der PIR-Sensor spricht präzise und schnell an, Notifications sind verlässlich und so mobil und vielseitig sind wenig Überwachungskameras, schon gar nicht für diesen Preis.
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