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Studie: Viel, viel mehr Adblocker

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Laut einer Studie der Anti-Adblocker-Firma PageFair und der Marketing-Sparte von Adobe nutzen immer mehr Website-Besucher Adblocker, um unliebsame Werbung auszublenden, Tracking-Versuche zu verhindern, Malware-Fallen zu entschärfen und Websites zu verschlanken.

Demnach sei im vergangenen Jahr die Zahl der Nutzer, die Werbung und dergleichen blockieren, um 41 Prozent angestiegen; weltweit gebe es derzeit 198 Millionen monatlich aktive Adblock-Nutzer.

Weiter mit Kritik und so nach dem Break.

Weltweit steigt die Zahl der Ad Blocking-Nutzer innerhalb eines Jahres von Q2 2014 bis Q2 2015 um 41 Prozent auf 198 Millionen Monthly Active Users (MAUs)
In Europa wächst die Zahl der Monthly Active Users von Ad Blocking um 35 Prozent auf 77 Millionen Nutzer
Deutschland verzeichnet im Jahresverlauf einen Anstieg von 17 Prozent der Ad Blocking-Nutzer auf 18 Millionen Monthly Active Users. Zum Vergleich: US 47 Millionen MAUs (+ 49 Prozent); UK 12 Millionen MAUs (+ 82 Prozent)
Weltweiter Anstieg von Ad Blocking je Browser innerhalb eines Jahres: Chrome 126 Millionen Monthly Active Users (+ 51 Prozent), Firefox 48 Millionen (+ 17 Prozent) und Safari 9 Millionen MAUs (+ 71 Prozent)

Gemessen wurden diese Zahlen auf 3.000 Websites, auf denen PageFair Adblocker blockiert - das Unternehmen profitiert also von spektakulären Zahlen und wer weiß, was für eine verzerrte Stichprobe die Auswahl der Websites nur hergibt. Also: Nicht so genau nehmen, diese Werte.

Aber das ist ja auch egal, um welche Nach- oder Vorkommastellen es da geht: Adblocking ist das große Thema, weil Werbung im Internet das große Thema ist. Gerade Online-Werbung, die gute, teure Online-Werbung, an der vor allem nicht die traditionellen Werbefirmen verdienen, sondern eher Facebook und Google - und die jetzt auch noch von Apple mit dem vorinstallierten Adblocker in iOS-9-Safari unter Feuer genommen wird.

Ich bin extrem gespannt, wie es mit dem Thema "Online-Werbung" an sich weitergeht. Die Krise der Werbung ist ja auch, dass sie durch ihre plötzlich Messbarkeit zeigt, wie schlecht sie funktioniert und prinzipiell wenig vertrauenswürdig ist - dass aber zuvor viel zu viele Webdienste ihr Dasein auf dem Versprechen aufbauten, eben nützlichere, wertvollere Werbung anbieten zu können. Es würde mich nicht wundern, wenn dies auch nur eine kurze Phase des Internets war - und andere Bezahlformen (und nicht hässliches Native Advertisement, also hübschere Schleichwerbung) das ganze Netz aufmischen werden.

Bitte auch lesen: Why Web Pages Such

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