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Spotify macht 1 Milliarde US-Dollar Schulden

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Anstatt mit einer klassischen Investitionsrunde frisches Geld einzusammeln, hat sich Spotify dazu entschieden, eine Milliarde US-Dollar über so genannte Wandelanleihen auf dem Firmenkonto zu parken. Mit anderen Worten: Spotify hat amtlich Schulden gemacht. Der Streaming-Anbieter macht damit einen weiteren Schritt in Richtung Börsengang, allerdings zu harten Bedingungen. Investoren können die Schuldscheine in Aktien umwandeln, mit 20 Prozent Rabatt. Dieses Angebot gilt jedoch nur innerhalb des ersten Jahres. Sollte der Börsengang bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollzogen sein, steigt der Rabatt alle sechs Monate um 2,5 Prozent. Und wie bei Anleihen üblich, werden auch die Spotify-Obligationen verzinst: mit fünf Prozent im ersten Jahr und einer halbjährlichen Steigerungsrate von einem Prozent danach.

Ein teures Risiko, das Spotify hier eingeht. Ist das Unternehmen im April 2017 noch nicht an der Börse steht die eine Milliarde Dollar Kapital rund 1,25 Milliarden Aktien und weiteren 100 Millionen Dollar Zinsen gegenüber.

Wofür braucht Spotify das Geld? Die offizielle Begründung nennt "Wachstum" und "Marketing" als Gründe. Das kann nicht die ganze Wahrheit sein. Das Wall Street Journal hat nachgerechnet und bescheinigt Spotify einen Kontostand von 600 Millionen Dollar. Will man zukaufen? Fällige Tantieme dürften kaum der Grund sein. Eine Übernahme des Streaming-Radios Pandora wurde immer wieder diskutiert, das Unternehmen wird aber deutlich höher als mit einer Milliarde Dollar bewertet. Geht es um mehr Video-Content? Das zumindest ist bei Recode zu lesen. Oder baut sich Spotify einfach eine gigantische Kriegskasse auf, um gegen Apple Music anstinken zu können? Die Uhr für Spotify tickt. Das weiß auch der Streaming-Platzhirsch. Gestern startete SoundCloud mit seinem kostenpflichtigen Streaming-Angebot in den USA. Wieder ein Anbieter mehr im Teich.

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