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Neue Studie vergleicht Airbnb mit Hotels weltweit

Aber kann man diesen Zahlen trauen?
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Von wegen, Airbnb disruptet das Hotelgeschäft. Genau genommen, heißt es jetzt, nimmt Airbnb konventionellen Hotels keine Marktanteile ab. Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man die Studie von Smith Travel Research (vorgestellt auf der Hotel Data Conference) anhand von Airbnb bereitgestellte Marktdaten oberflächlich liest. Dabei werden die - tatsächlich interessanten - durch die Analyse nur verschleiert. Das Angebot von Hotels und Airbnb zu vergleichen, ist viel zu schwierig, als dass man einfachen Antworten vertrauen könnte.

Airbnb bietet weltweit 2,3 Millionen Zimmer und Wohnungen, doppelt so viel wie Marriott International und Starwood Hotels & Resorts Worldwide zusammengenommen. Insgesamt bieten Hotels aber weltweit über 17 Millionen Schlafgelegenheiten an.

Im Gegensatz zu Hotels sind aber viele Airbnb-Plätze nicht rund ums Jahr frei, sondern nur zu bestimmten Perioden. Ohne diese nur teilweise verfügbaren Orte ist das Airnbn-Angebot weitaus kleiner.

Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, haben die StudienleiterInnen für ihre Untersuchung nur die Airbnb-Angebote gezählt, die mit Hotelangeboten vergleichbar sind, also zum Beispiel keine Gruppenunterkünfte. Übrig bleiben weltweit circa 43 Prozent des Airbnb-Angebots und würde es gerne noch weiter einschränken.

Besser ist es, diese Studie nur für die Erkenntnisse aus dem Airbnb-Datensatz und weniger für solche Vergleiche zu lesen. Eine interessante Interpretation aber gibt es trotzdem: Da heißt es nämlich, dass die Nachfrage nach Hotels (zumindest in den USA) immer weiter steige und dass Airbnb offenbar vor allem überschüssige Hotel-Nachfrage abschöpft. Und das, finde ich, ist eine ganz hübsche Gegennarrative zur Startup/Silicon-Valley-Geschichte vom Aufbrechen verkrusteter Märkte durch Datenmacht und Schnelligkeit, der Disruption.

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