Image credit:

Faktisches Flugverbot für Kamera-Drohnen in Schweden

Sieg für die Privatsphäre?
0 Shares
Share
Tweet
Share
Save


Wer in Schweden zukünftig eine Kamera-Drohne steigen lassen will, muss ein umfangreiches Genehmigungsverfahren durchlaufen. Das oberste Verwaltungsgericht interpretiert diese Art von Drohnen als Überwachungskameras, ergo müssen Eigentümer vor dem Einsatz nachweisen, dass man die Drohne nicht etwa aus Spaß an der Freude steigen lassen will, sondern vielmehr zur Verhinderung von Kriminalität oder Unfällen an kritischen Verkehrspunkten. Könnte schwierig werden.

Der schwedische Branchenverband UAS warnt, dass der Drohnen-Markt in Schweden mit dieser Entscheidung vor dem Aus steht und weist gleichzeitig darauf hin, dass das Verbot nicht in die sonstige Gesetzeslage passt, die im skandinavischen Land Fotografie im öffentlichen Raum regelt. Foto mit dem Handy ja, mit der Drohne nein? Das sei nicht nachvollziehbar. Von der Entscheidung sind auch Journalisten betroffen.

Was offiziell gilt, muss noch lange nicht umgesetzt werden. Verstöße gegen das Verbot müssen von den Regionalverwaltungen an die örtliche Polizei gemeldet werden, die Beweisführung dürfte somit oft genug zu kompliziert sein. Privatanwendern und Amateuren dürften Strafen in der Regel also entgehen. Filmemacher und Journalisten jedoch können sich auf Verhandlungen einstellen.

Der Drohnen-Flug ist auch in Deutschland stark reglementiert. Wie Hersteller wie DJI darauf reagieren, könnt ihr in einem Interview mit dem Chef-Lobbyisten des Marktführers nachlesen.

From around the web

ear iconeye icontext filevr