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Fitbit kauft Pebble, schiebt Produkte aufs Abstellgleis

Das Ende einer kurzen Ära
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Der Platzhirsch im Wearable- und Fitness-Tracker-Bereich Fitbit hat Pebble übernommen. Damit bestätigen sich nicht nur die diesbezüglichen Gerüchte, sondern auch die Befürchtungen: Fitbit will das Personal, die Patente, die Technologie und die Software, hat an der Hardware, vor allem also den Smartwatches, kein Interesse. Pebble als Marke wird eingestellt.

Die Übernahme ist seit gestern bereits in trockenen Tüchern. Rund 40 Prozent der Pebble-Belegschaft kann bei Fitbit weiter machen. Der neue Besitzer gibt zu Protokoll, dass durch den Zukauf neue Produkte schneller zur Marktreife gebracht und die, die Fitbit bereits anbietet, verbessert werden könnten. Auch möchte man das Portfolio um einen B2B-Bereich erweitern, also spezielle Hard- und Software entwickeln, die sich ausschließlich an Unternehmen und Forschungseinrichtungen richten.

Über zwei Millionen Geräte hat Pebble in den vergangenen Jahren verkauft. Für deren Besitzer ändert sich zunächst nichts, Fitbit übernimmt den Kundendienst. Mittel- und langfristig jedoch könnten Features wegfallen, bzw. sich die "Servicequalität" verschlechtern. Wer aktuell eine Pebble 2 vorbestellt hat oder ein anderes Produkt auf Kickstarter unterstützt, muss sich bereits nach einer Alternative umsehen. Ausstehende Bestellungen werden nicht mehr ausgeliefert, die Produktion nicht fortgeführt, das Geld zurückgezahlt. Dabei kann es allerdings zu Verzögerungen von vier bis acht Wochen kommen. Wer lieferbare Produkte bei Pebble bestellt hat, kann sich zurückgeben, in Sachen Zubehör verweist Pebble auf Amazon und Co.

Es war ein vergleichsweise kurzes Vergnügen mit Pebble. Das Startup setzte von Beginn an auf die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Das erste Produkt, die Pebble, wurde 2012 in Rekordzeit überfinanziert. Mehrere Rekorde folgten. Genützt hat es alles nichts.

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