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Frankreich: Auch DPD setzt auf Lieferung per Drohne

Erstes europäisches Land im Linienverkehr
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Das kann doch kein Zufall sein? Kurz nach dem perfekt inszenierten PR-Stunt von Amazon in England lässt die französische Post wissen, Pakete nun ebenfalls per Drohne liefern zu wollen. Deren Express-Abteilung, DPD – ja, der DPD – darf nach Genehmigung der zuständigen Behörde, auf einer 15 Kilometer langen Route im Départment Var im Südosten des Landes Zustellungen aus der Luft durchführen. Der Zustimmung durch die Generaldirektion für die zivile Luftfahrt, der Direction générale de l'aviation civile (DGAC), waren zweijährige Testflüge vorausgegangen.

Die Route wird einmal pro Woche bedient und ist klar definiert. Die Reise führt von Saint-Maximin-La-Sainte-Beaume und Pourrières und zurück. Eine Lieferung bis vor die Haustür ist nicht vorgesehen, die Fracht wird vielmehr in eine Art Packstation geliefert. Das Liefergebiet, in dem sich unter anderem "ein Dutzend Technik-Start-ups angesiedelt haben" ist für Laster schwer zu erreichen, heißt es in der Pressemeldung. Das sind interessante Details, die jedoch ein wenig zu hoch aufgehangen sind. Die Gemeinde Pourrières ist landwirtschaftlich geprägt und liegt offenbar einfach ein bisschen ab von Schuss und könnte so eher zum Präzedenzfall und zu einer Machbarkeitsstudie für die Logistik-Branche werden, die auf mehr Effizienz bedacht ist. Welches "Start-up" will schon eine Woche auf ein Paket warten?

Fakt ist: Es scheint zu funktionieren. Und DPD ist damit vorne dran. Die Zulassung ist da, der Betrieb wird aufgenommen, erstmalig in Europa überhaupt.

Die verwendete Drohne hat eine Reichweite von 20 Kilometer und fliegt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

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