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Fruchtbarkeits-App bekommt TÜV-Siegel

Aber kann die 'Natural Cycles'-App ist damit wirklich besser verhüten?
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Die Digitalisierung der Medizin beginnt (und endet) bei den Normstellen. Aber jetzt hat es eine App geschafft, in den Rang eines Medizinprodukts erhoben worden zu sein.

Natural Cycles die erste App, die in Europa als Medizinprodukt zur Verhütung von Schwangerschaften zugelassen ist. Vom TÜV Süd hat sie das CE-Siegel 0123 für Medizinprodukte erhalten, außerdem erfüllt sie die Norm ISO 13485 für Medizinprodukte.

Natural Cycles nutzt Thermometer-Messungen der Körpertemperatur und einige andere Daten um daraus die Tagen zu berechnen, an denen ungeschützter heterosexueller Verkehr praktiziert werden kann, ohne eine Schwangerschaft zu riskieren. Laut Selbstauskunft ist die App dabei so sicher wie die Pille - und sicherer als Kondome oder Pi-mal-Daumen.

Die App kostet monatlich 9 Euro (oder 65 Euro im Jahr). Günstiger und sicherer ist allerdings die Spirale: Sie kostet zwischen 120 und 300 Euro und hält - in Kupfer - bis zu fünf Jahre, in Silber oder Gold bis zu zehn Jahre.

Aber soll man wirklich einer App - beziehungsweise dieser Methode - trauen? Die BBC hat unter Experten herumgefragt und eine klare Meinungen zu hören bekommen: Es gibt derzeit hunderte Fruchtbarkeits-Apps und Perioden-Tracker und kein System, sie zu evaluieren. Und es gibt Hinweise, wonach diese Temperaturmethode ineffektiv sei. Solange es keine großangelegten, guten Studien gibt, die deren Wirksamkeit belegen oder Unwirksamkeit widerlegen, sollte man ihnen nicht vertrauen.

Und um das Vertrauen, das Absolut-sicher-Sein geht es ja bei der Verhütung.

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