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Der neue BlackBerry heißt KeyOne

600 Euro, erhältlich ab April
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TCL, der neue Herrscher über die BlackBerry-Hardware, hat heute Abend in Barcelona ein neues Smartphone vorgestellt, den BlackBerry KeyOne. Der chinesische Lizenznehmer der Traditionsmarke hatte das Smartphone etwas holterdipolter Anfang Januar auf der CES in Las Vegas als Prototypen rumgezeigt, Preis, Verfügbarkeit und die technische Ausstattung dabei aber noch nicht verraten. Das ändert sich nun. Das Telefon, das unter dem Codenamen "Mercury" entwickelt wurde, kommt im April in den Handel und wird 600 Euro kosten.

Das Smartphone hat eine – in der Geschichte von BlackBerry stilprägende hardware-Tastatur, läuft mit dem Snapdragon 625, hat 3 GB RAM und 32 GB Speicher. Das Telefon freut sich zudem auf Speicherkarten von einer Größe von bis zu 2 TB, der Akku hat eine Kapazität von 3.505 mAh (ja, wirklich) und soll so zwei Tage ohne Steckdosen-Kontakt durchhalten können. Als OS kommt Android 7.1 zum Einsatz, angereichert mit der DTEK-Software von BlackBerry, die das Smartphone besonders sicher machen und so vornehmlich für all diejenigen, die mit sensiblen Daten zu tun haben attraktiv sein soll. Diese potenziellen Kunden können vielleicht auch das ungewöhnliche Bildschirmformat tolerieren: 4,5" mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Das dürfte viele schwierig machen, auch wenn der Screen als solcher mit 1.620 x 1.080 Pixeln – gerade bei dieser verhältnismäßig kleinen Größe – ausreichend scharf ist.

Gallery: BlackBerry Keyone (Hands-On) | 14 Photos



Die rückseitige Kamera stammt von Sony und löst mit 12 Megapixeln auf, im Prinzip der gleiche Sensor, der auf in den Pixel-Smartphone von Google zum Einsatz kommt. Bevor das Telefon im April in den Handel kommt, haben die Techniker von TCL noch einiges an der Software zu arbeiten, immerhin ist die Kamera die wahrscheinlich beste, die jemals in einem BlackBerry verbaut wurde – keine große Überraschung.

Der BlackBerry KeyOne ist ein weiteres Nischenprodukt, mit dem sich TCL bemüht, den Ruf und das Erbe der Marke aufrecht zu erhalten. Ob man 2017 noch zu einer Hardware-Tastatur zurück möchte? Ist das Display mit seinen ungewöhnlichen Abmaßen anschlussfähig? Ist die DTEK-Sicherheits-Software Argument genug? Auch wenn das BlackBerry-Betriebssystem keinerlei messbare Rolle mehr spielt: Die Marke und das Erbe des Unternehmens kann vielleicht noch etwas richten.

BlackBerry KEYone | Hands-On

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