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IBM will den ersten universellen Cloud-Quantencomputer bauen

50 Qubits im IBM Q - oder ist das doch nur Werbe-Blabla?
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IBM hat angekündigt, in "den nächsten Jahren" einen universellen Quantenrechner mit 50 Qubits als Cloud-Dienst auf den Markt zu bringen. Schon jetzt kann man an einem Simulator Quantenschaltungen mit bis zu 20 Qubits ausprobieren.

Ein funktionierender, universeller Quantencomputer wäre ein nennenswerter Durchbruch: Bislang gibt es nur spezielle Quantenchips, die spezielle Optimierungsaufgaben lösen und dabei Quantenzustände nutzen (oder auch nicht, das ist nicht ganz klar). Mit einem universellen Quantencomputer könnte man hingegen Logikgatter wie auf herkömmlichen Siliziumchips aufbauen und so alles, was berechenbar ist, berechnen.

Welche Fortschritte IBM beim Design eines universellen Quantenrechners gemacht hat, die so eine Ankündigung möglich machen, ist auf den ersten Blick nicht klar. Auch, ob es sich wirklich um 50 miteinander verschränkte Qubits handelt, oder um kleinere Einheiten, zum Beispiel 10 × 5 Qubits).

Bis jetzt gelang es Forschern nur, eine Handvoll Qubits in Laborbedingungen stabil miteinander zu verschalten. Auch in D-Waves Computer werden nur jeweils kleine Blöcke verschränkter Qubits zu einem Set aus 2.000 Qubits arrangiert. Für einen nützlichen, universellen Quantenrechner sind aber langfristig stabile, hochvernetzte Qubitanordnungen nötig - laut Expertenmeinung sei das auf Jahrzehnte nicht absehbar.

Deswegen muss man IBMs Ankündigung zunächst auch kritisch sehen: Solange sie keinen funktionierenden Quantencomputer ans Internet angeschlossen haben, der universell programmierbar ist und komplexe Aufgaben wirklich deutlich schneller löst, sind das nur leere Werbeversprechen - wie dieses inhaltsarme Video:

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