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Project Pterodactyl: CIA bastelte getarntes Floppy-Lesegerät

Vielleicht helfen die Baupläne Hobbyisten mit Archivsorgen weiter
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Hübsches Detail am Rande: Die CIA hat 2013 eine Hardware entwickelt, mit der ein Agent 3,5-Zoll-Disketten auslesen kann:

Pterodactyl
Ziel: Der Agent soll schnell und im Geheimen 3,5-Zoll-Floppy-Disks kopieren können.
Annahmen:
Der Agent darf das verborgene Gerät in den geschützten Bereich bringen.
Der Agent hat unüberwachten Zugriff auf die Floppy Disks.
Tarnung: Erst Plan für ein Versteck ist ein Terminkalender

Als Voraussetzungen nennt der bei Wikileaks geleakte Intranet-Eintrag einen interenen Speicher die Möglichkeit, mehrere Disketten einzulesen und die Anforderung, sofort mit dem Kopiervorgang zu beginnen, sobald die Floppy in das Gerät eingelegt wird. Ein Signal soll anzeigen, dass der Kopiervorgang beendet ist.

Dass die CIA Floppy Disks heimlich auslesen will, könnte auf einen verdeckten Einsatz in kritischen Infrastrukturen hinweisen. Zum Beispiel in Energieanlagen, Weltraum- und Waffensystem werden noch 3,5-Zoll-Disketten benutzt. Ein Teil des US-Atomwaffenprogramm setzt sogar noch 8-Zoll-Uralt-Floppys ein. Viele Firmen haben außerdem vom Internet abgekoppelte Rechner, die zu alt für einen USB-Anschluss sind aber typischerweise über einen für Diskettenlaufwerke verfügen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass weltweit noch viele Computersysteme eingesetzt oder Akten auf Floppys gespeichert werden, gerade auch in Ländern, die nur beschränkten Zugriff auf neue Ausrüstung haben.

Zum Beispiel Stuxnet zielte auf Siemens-Steuercomputer ab, die mit Floppy Disks freigeschaltet werden können.

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