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Tim Berners-Lee gewinnt Turing-Preis

Internet-Zugangs ist ein Menschenrecht, das derzeitige Internet ein Problem
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Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, hat den renommierten Turing-Preis gewonnen. 1989 hat Berners-Lee am CERN ein System vorgeschlagen, mit dem Computer über das Internet Dokumente und Multimedia-Inhalte veröffentlichen und auf sie zugreifen können - die Grundlage des WWW, eines der bedeutendsten Dienste des Internets.

Dafür hätte Berners-Lee vielleicht nicht nur den "Informatik-Nobelpreis" bekommen können, sondern gleich einen Nobelpreis (zum Beispiel für Literatur).

Im Interview mit Technology Review erklärt Berners-Lee nun, wie es seiner Ansicht nach mit dem WWW und Internet weitergehen solle. Er wünscht sich mehr Offenheit und Zugang. Aber er formuliert auch eine Kritik an sozialen Netzwerken, die derzeit einen Bereich des Internets dominieren:

"Ein soziales Netzwerk hat eine entmachtende Wirkung, weil man viel Energie investiert, all seine persönlichen Daten, weil man ihm erzählt, wessen Freund man ist. Man kann diese Information nur in diesem Silo dieses sozialen Netzwerks benutzen."

Ein freieres, die Richtigen ermächtigenderes Internet müsste diesen Datenkapitalismus hinter sich lassen.

Zum Turing-Preis gibt es eine Millionen Dollar von Google. Spannend, denn genau solche Firmen wie Google hat Berners-Lee ja mit seiner Kritik auf dem Kieker.

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