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Speichert und verkauft Bose Infos über eure Playlists?

Sammelklage in den USA angestrebt
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In den USA bahnt sich eine Sammelklage gegen Bose – Hersteller von Audio-Komponenten und Kopfhörern – an. Der Vorwurf: Bose würde mit Hilfe der eigenen Smartphone-App "Bose Connect" Daten darüber sammeln, welche Musik man vom Telefon in Richtung der drahtlosen Kopfhörer – zum Beispiel dem QC 35 – schickt und hört. Die App soll diese Daten speichern und Bose diese werberelevanten Informationen verkaufen.

Der Streitwert beträgt laut Fortune rund fünf Millionen US-Dollar. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen – Beweise wurden bislang nicht beigebracht – käme Bose mit dieser Summe noch glimpflich davon. Informationen darüber, welche Musik man wann und wie lange hört, sind für Werbetreibende sehr wertvoll und lassen sich für auf ganz bestimmte Bevölkerungsgruppen zugeschnittene Kampagnen auswerten. Klageführer Kyle Zak wirft Bose zahlreiche Verletzungen gehen das Recht auf Privatsphäre und den Wire Tap Act vor.

Für die Verwendung der drahtlosen Bose-Kopfhörer ist die App "Bose Connect" keine Voraussetzung. Die Kopfhörer können auch ohne das Programm mit dem Smartphone gekoppelt werden. Die App ermöglicht jedoch das Aufspielen neuer Firmware und somit auch die Nutzung neuer Features.

Was an der Geschichte wirklich dran ist, bleibt abzuwarten. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht. Dass man sich jedoch mittlerweile auch darüber Gedanken machen muss, wie sich ein Hersteller von Kopfhörern an der Musik, die man hört, bereichern könnte, wirft ein neues Licht auf unseren digitalen Alltag.

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