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Nach Shitstorm: Bose lenkt beim Datenschutz ein

Update ermöglicht Abschalten der Datenübertragung
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Im vergangenen Monat strengte Kyle Zak in den USA eine Sammelklage gegen Bose an. Sein Vorwurf: Das Unternehmen sammelt und verkauft mit Hilfe der hauseigenen App "Bose Connect" Daten darüber, wer wann wie lange welche Musik hört. Bose äußerte sich mehr oder weniger umgehend und wies darauf hin, dass sämtliche Daten ausschließlich anonymisiert verwendet würden und man dieser Nutzung zudem automatisch zustimme, sobald man die App einsetzt: Details in der Datenschutzrichtlinie.

Das Problem: Genau diese Datenschutzrichtlinie ist in der App gut versteckt, außerdem muss man ihr nicht explizit zustimmen. Das sei das Hauptproblem, analysiert Sicherheitsexperte Brian Semrau, der aber auch die Probe aufs Exempel macht und zum Schluss kommt, dass die Unternehmen, die die Daten von Bose kaufen, durchaus in der Lage seien, die anonymisierten Daten einzelnen Kunden zuzuorden.

Offenbar wurde die Situation Bose nun zu unangenehm bzw. zu heikel. Oder beides. Das gestern veröffentlichte Update der App begrüßt die Nutzer erstens mit einer erklärenden Entschuldigung und ermöglicht zweitens, die Weitergabe der Daten auszuschalten. Um die App zu verwenden, muss man nun den Nutzungsbedingungen explizit zustimmen. Die Übermittlung der Daten ist danach standardmäßig aktiviert, kann jedoch mit einem Knopfdruck abgeschaltet werden.


Bose Connect

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