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Amazon, Netflix und Co können weiter eigene Serien produzieren

Autorinnen und Autoren werden deutlich besser bezahlt
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Gute Fernsehserien kommen schon lange nicht mehr zwingend von den klassischen Fernsehsendern, im Gegenteil: Netflix und Amazon haben in den vergangenen Jahren mehr als erfolgreich bewiesen, dass gute Inhalte nicht über die etablierten Kanäle ausgespielt werden müssen. Doch auch wenn diese Produktionen immer teurer und aufwendiger geworden sind: Die Autorinnen und Autoren der Serien versuchte man an der kurzen Honorar-Leine zu halten.

Doch nun meldet die Writers Guild Of America – die Gewerkschaft der kreativen Schreiber – einen Durchbruch. Für die kommenden drei Jahre konnte man deutlich höhere Honorare aushandeln, der Vertrag ist jedoch noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Mit Mitglieder der Writers Guild müssen noch zustimmen. Der alte Vertrag war am 2. Mai ausgelaufen.

Konkret geht es bei dem neuen Vertrag um Amazon, Netflix und Hulu. Die Vergütung pro Folge steigt laut Deadline Hollywood zufolge zukünftig um 3.448 Dollar (für eine halbe Stunde bei Hulu) und 34.637 Dollar für eine volle Stunde bei Netflix. Amazon erhöht die Honorare um rund 10.000 Dollar.

Die großen Unterschiede sind sowohl den Abonenntenzahlen geschuldet, als auch der internationalen Verfügbarkeit der Angebote. Klar, dass Hulu hier vergleichsweise günstig wegkommt.

Was bedeutet das unter dem Strich? Die neuen Player im "Fernseh"-Geschäft müssen zwar mehr investieren, haben aber gleichzeitig eine gewisse Planungssicherheit und wappnen sich gehen Streiks, die die Produktion und Ausstrahlung ganzer Staffeln erfolgreicher Formate gefährden würden.

Die Mitglieder der Writers Guild hatten zuletzt vom November 2007 bis Februar 2008 gestreikt, woraufhin zahlreiche erfolgreiche Fernsehserien pausieren mussten oder mit nur weniger Folgen ausgestrahlt werden konnten.

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