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Laptop-Verbot für Flüge von Europa in die USA ist vom Tisch

Besorgte Fluglinien wehrten sich, Behörden gaben nach
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Mitarbeiter europäischer und amerikanischer Behörden haben sich zur Besprechung eines Laptop-Verbots für Flüge in die USA getroffen - und erstmal beschlossen, die Sache nicht weiter zu verfolgen. Obwohl der Plan laut AP erstmal "vom Tisch" sei, behalte man sich aber andere Mittel vor. So könnten noch mehr nachrichtendienstliche Erkenntnisse geteilt werden. Weiteres werde auf einem Treffen in der nächsten Woche besprochen.

Das Laptop-Verbot hat die Fluglinien aufgeschreckt. Bis zu 65 Millionen Reisende zwischen Europa und USA hätten davon betroffen sein können - und das, wo der Luftverkehr in die USA 2016 schon zurückgegangen war. Das Verbot würde die bestehenden Regeln für Flüge von vorwiegend muslimisch bevölkerten Ländern ausweiten. Einige Fluglinien der bereits betroffenen Länder reagierten mit unterschiedlichen Dienstleistungs-Angeboten, zum Beispiel der Ausgabe von Surface-Laptops im Flugzeug.

Das Laptop-Verbot geht angeblich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse zurück wonach Terroristen des so genannten IS Bomben in elektronischen Geräten verstecken wollten - genau jene extrem geheime Information, die US-Präsident Trump angeblichbei einem Treffen mit russischen Diplomaten ausgeplaudert haben soll.

Wer auf den betroffenen Flügen elektronische Geräte transportieren will, die größer als ein Handy sind, muss sie mit dem Gepäck aufgeben.

Die Fluglinien wehren sich mit Händen und Füßen gegen das Laptop-Verbot. Es könnte Passagiere bis zu eine Milliarde Euro verlorene Produktivität kosten und zu längeren Wartezeiten führen. In einem Brief an europäische Beamte und das amerikanische Department of Homeland Security forderte die Luftfahrtindustrie hingegen "alternative Maßnahmen", zum Beispiel bessere Bomben-Detektoren und eine bessere Erkennung auffälligen Verhaltens von Passagieren.

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