Image credit:

Essential Phone: Das ist also das Handy des Android-Erfinders

Top-Ausstattung, modular erweiterbar, minimalistischer als Apple
Share
Tweet
Share
Save

Wenn der Erfinder des Android-Betriebssystems ein Handy entwickeln lässt, schaut man hin: Das Essential Phone, das jetzt vorgestellt wurde, macht auch auf den ersten Blick was her. Schlichtes Design, 700 Dollar Preis, modular erweiterbar (zum Beispiel um eine aufklippsbare 360-Grad-Kamera) und hochauflösenden Bildschirm mit 2560 × 1312 Pixeln und 5,71 Zoll Bilddiagonale. Drin schlägt ein Qualcomm Snapdragon 835 (es läuft also auch Windows 10 drauf), es gibt 4 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicherplatz.

Animiertes Gif

Das Dual-Kamera-System funktioniert nach dem Prinzip des Huawei P9 und P10: Eine Kamera ist ein herkömmlicher Sensor mit 13 MP, der zweite nimmt mit monochrome Bilddaten auf. Damit sind entweder echtere Schwarz/Weiß-Aufnahmen möglich, oder beide Daten können kombiniert für Bildeffekte und bessere Darstellungen kombiniert werden.

Amnimiertes Gif

Nicht schlecht ist die Ausstattung: ein 3-Ah-Akku, Bluetooth 5.0, WLAN mit 802.11ac, USB Type-C, GPS, Fingerabdrucksensor, 4G LTE und diverse Funkbänder für weltweiten Mobilfunkempfang.

Das Gerät wiegt 185 Gramm und ist 141,5 × 71,1 × 7,8 Zentimeter groß. Dafür gibt es keinen analogen Audioausgang - wie schade. Das Gerät gibt es in zwei Farben zum Vorbestellen: Black Moon und Pure White - Stellar Grey und Ocean Depths wird es später geben.

Die Besonderheit am Konzept ist die Erweiterbarkeit des Geräts - das so auch über Jahre aktuell bleiben soll. Zum Beispiel gibt es jetzt schon eine 360-Grad-Kamera dazu zu bestellen (derzeit für 50 Dollar statt 200 Dollar).

Farbauswahl

Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten. Anonymous Coward schreibt zum Beispiel bei Slashdot sehr treffend:

"Das scheint eine Glas-Rückseite zu haben wie das iPhone 4, keinen analogen Audio-Ausgang, kein auswechselbarer Akku, keinen SD-Kartenlos, ein proprietäres Ladekabel. Aber auf ihm läuft Android, also ist es ok, oder?"

Zwar trifft das mit dem Glas nicht zu - laut Rubin besteht das Gehäuse aus Titan- und Keramik. Aber der Rest der Kritik sitzt natürlich um so besser: Noch ein Handy, das alles revolutionieren soll und doch nur eine Kopie einer Kopie ist. Die Zeit der Handy-Innovation, meine Damen, Herren und Unentschiedenen, ist vorbei!

From around the web

ear iconeye icontext filevr