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Vivo zeigt Smartphone-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor

Qualcomm macht’s möglich
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Vivo hat Wort gehalten: Auf dem Satelliten-Event des MWC in Shanghai hat der Hersteller einen Smartphone-Prototypen im Gepäck, bei der Fingerabdrucksensor im Display integriert ist. Möglich wird das mit Technik von Qualcomm. Der Chip-Riese hat sich für die erste Demo also gegen Samsung entschieden. Gegen Apple sowieso.

Die auf Ultraschall basierende Technologie erfordert ein OLED-Display (maximale Dicke: 1,2 Millimeter) und die nächste Generation der Snapdragon-Chips, von denen Qualcomm frühestens gegen Ende des Jahres erste Samples bereitstellen wird. Bis diese Art des Fingerabdrucksensors also wirklich in Smartphones zur Verfügung stehen wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Zeit, die Qualcomm dringend benötigt, um die Funktionalität wirklich marktreif zu machen.

Denn aktuell funktioniert die Technologie zwar bereits mehr oder weniger reibungslos, ist jedoch im Vergleich mit heute üblichen Sensoren noch sehr langsam. Bis zu einer Sekunde dauert der Entsperr-Vorgang: nicht wirklich konkurrenzfähig. Dafür kann man sein zukünftiges Telefon dank dieser Technik auch unter Wasser problemlos entsperren, wenn auch nicht auf dem Display.


Display mit integriertem Fingerabdrucksensor

Ein weiteres Problem im Moment: Der Bereich, der für den Fingerabdrucksensor reserviert ist, ist im Moment noch sehr klein. Vivo kommentiert das mit Kostengründen. Theoretisch kann für das Feature das gesamte Display genutzt werden, was die Herstellungskosten jedoch enorm erhöhen würde. Nach aktueller Planung wolle man die untere Hälfte des Displays für das Entsperren nutzen.

Um sein Telefon unter Wasser zu entsperren, wird der Sensor auf die Rückseite des Geräts verlegt. So sind interessante und nützliche Szenarien denkbar, wie beispielsweise die Aktivierung der Kamera unter Wasser.

Die neue Qualcomm-Technik soll in zwei Wellen implementiert werden. Die Integration in Glas und Metal wird bereits mit den schon bald erhältlichen Prozessoren Snapdragon 660 und 630 möglich sein, Displays sollen später folgen und auch für Prozessoren anderer Hersteller zur Lizenz bereitstehen.



Update: laut Qualcomm ist mit dem Einsatz unter Glas oder Metall ab Anfang 2018 zu rechnen, der Einsatz unter Screens wird sich voraussichtlich noch bis Sommer 2018 hinziehen.

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