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Roboter-Ethiker diskutieren Sexroboter

So viele interessante Fragen, so wenig Klarheit
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Roboter werden ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Alltags werden, glaubt Robo-Ethiker Noel Sharkey. Deswegen sollte die Gesellschaft darüber nachdenken, welchen Einfluss Sexroboter auf sie haben könnten.

Seine Foundation for Responsible Robotics - Stiftung für Verantwortungsbewusste Robotik - hat deswegen eine kleine Studie über Unsere sexuelle Zukunft mit Robotern erstellt, in der Fragen behandelt werden, wie:

  • Würden Leute überhaupt Sex haben mit Robotern?
  • Welche Beziehungen könnte man zu Robotern haben?
  • Würden Roboter-Bordelle und -Prostituierte akzeptiert?
  • Werden Roboter die gesellschaftliche Auffassung von Gender verändern?
  • Könnte Intimität mit Robotern zu einer Ausweitung der sozialen Isolation führen?
  • Könnten Roboter bei der sexuellen Heilung und Sextherapien hilfreich sein?
  • Würden Sexroboter das Auftreten von Sexualkriminalität senken?
Antworten auf diese Fragen gibt es meist keine. Die Diskussion ist eben viel spannender und aufschlussreicher. Zum Beispiel die um Sexroboter, die sich an Menschen mit paraphilen Störungen wie Pädophilie richten. Sind Sexroboter, die Kindern ähnlich sehen, ein Heilmittel zur Befriedigung der gefährlichen Lust oder ein Schritt hin zur Normalisierung pädosexueller Präferenzen?

Das spannende an der Übersicht all dieser Fragen ist, wie eng sie zusammenhängen. Und das wird damit eben auch offensichtlich: Besonders bei Sexrobotern wird klar, wie hier Grenzen zwischen Mensch und Maschine und der Medialisierung sozialen Handelns aufgeweicht und ständig neu gezogen werden - und welche Bedeutung Sex für die Diskussion des Menschsein hat.

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