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Soundcloud entlässt 40 % der Mitarbeiter

Konsolidierung auf die harte Tour
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Wir wollen nicht hoffen, dass Soundcloud eins der ersten großen Opfer im Gerangel ums Streaming wird, aber nach Versuchen mehr Investitionen aufzutreiben, stehen die Zeichen schlecht. Heute wurden 173 Mitarbeiter von 420 entlassen, die Büros ins San Francisco und London geschlossen und der Versuch gestartet auf diese Weise langfristig, aber unabhängig zu wachsen.

Mit ca. 175 Millionen Hörern wäre Soundcloud gut aufgestellt und sie sollen ihre Einnahmen im letzten Jahr auch verdoppelt haben, aber die Expansion in 190 Länder und auch die Wandlung in einen Service, der mit Spotify und anderen konkurrieren kann, wird sehr stark an den Ressourcen gezehrt haben.

Man darf gespannt sein, wie sich die Plattform, die gerade in diesem Jahr wieder einiges an innovativen Ideen zu bieten hatte (XBox One, Google Home, The Upload), nun aufstellen wird und an welchen Stellen man die Prioritäten setzt.

Durch die angekündigten Sparmaßnahmen sei man "auf dem Weg hin zur Profitabilität" und werde auch weiterhin Soundclouds "unabhängige Zukunft" im Griff haben.

TechCrunch erklärt, wie es dazu kommen konnte: Die Übernahmegespräche mit Twitter und Spotify führten zu nichts. Das Unternehmen habe Mai seine Kreditlinie auf 70 Millionen Dollar vertieft, nachdem eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Dollar nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte.

Die aktuellen Nachrichten können nun zwei Dinge bedeuten: Entweder die Finanzierungsrunde wurde nie abgeschlossen und Soundcloud versucht sich mit Sparmaßnahmen über Wasser zu halten. Oder es wurden Finanzierer gefunden - die aber Kostenkürzungen als Bedingung verordneten. Dass im selben Zug keine neue Finanzierungsrunde angekündigt wurde, so TechCrunch-Autorin Ingrid Lunden, könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die vorherige Runde nie abgeschlossen wurde.

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