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In Berlin wird schon mal die automatische Gesichtskontrolle getestet

Am Südkreuz 
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In Berlin wird ab heute am Bahnhof Südkreuz eine für Deutschland völlig neue Form der Überwachung getestet. Mittels Kameras sollen dort Gesichter analysiert werden und Personen so aus der Masse heraus verfolgbar werden.

Dafür wurden Freiwillige gesucht, die bereit waren, ihre biometrischen Daten speichern zu lassen und es haben sich tatsächlich über 300 gemeldet, denn es lockte ein Amazon-Einkaufs-Gutschein für ein paar Euro.

Hingewiesen wird auf diese Überwachung mittels relativ großer Aufkleber, allerdings mag man sich schon fragen, ob die Kamerawinkel wirklich so präzise gewählt sind, dass man die eine Tür unbedenklich nutzen kann, die andere hingegen direkt daneben nicht.

Fragwürdig erscheint uns auch, wie eine Software funktionieren soll, die nur 300 vorher festgelegte biometrische Identitäten speichert, andere ohne Einwilligung aber nicht, denn natürlich müssen alle identifiziert werden, damit man die bekannten Gesichter aus der Masse herauslesen kann. Eine Aussage auf der Seite der Bundespolizei stimmt auch nicht gerade zuversichtlich.

Ich möchte nicht durch die Gesichtserkennungssoftware erfasst werden. Welche Möglichkeiten habe ich?

Für Reisende, welche den markierten Erfassungsbereich nicht betreten möchten, bieten sich Ausweichmöglichkeiten.


Ein Protest gegen diese Art der Überwachung ist für heute angekündigt.

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