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Apple verkauft 15 Prozent mehr iPads als erwartet

Aber die iPhone-Verkaufskurven bleiben flach
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Apple hat die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2017 bekannt gegeben, mit ein paar guten Nachrichten für AnlegerInnen, MitarbeiterInnen und Fans: 45,4 Milliarden Dollar Umsatz in drei Monaten (+7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 41 Millionen verkaufte iPhones und 11,4 Millionen verkaufte iPads. Das bedeutet zwar nur ein Verkaufswachstum um 1,5 Prozent für die iPhones, aber fast 15 Prozent für iPads. Außerdem stiegen die iPad-Verkaufszahlen zum ersten Mal seit 2013.

Wie kann man sich diese Zahlen erklären? Dass sich das iPhone kaum besser oder schlechter verkaufte als im Vorquartal, ist kein Wunder: Gerüchte und Leaks über neue iPhones sind allgegenwärtig. In nur einem Monat wird die offizielle Ankündigung der neuen Handy-Generation erwartet.

Für die gesteigerten iPad-Verkäufe gibt es mehrere Erklärungen. Die wichtigste dürfte die Einführung mehrerer neuer iPad sein: die neuen iPad Pros und das mit 400 Euro recht günstige neue iPad könnten gute Upgrade-Gründe für bestehende iPad-Bestandskunden gewesen sein.

Dazu kommt, dass iPads zunehmend eine Laptop-Alternative sind, neue Laptops aber immer weniger eine Laptop-Alternative: Warum sollte man von einem Laptop auf den nächsten umsteigen, wenn es der alte Laptop noch tut und man moderne Funktionen für einen Bruchteil des Preises auch als höchst mobiles Tablet bekommt?

Chart mit iPad-Verkaufszahlen

Gut lief es bei Apples Diensten: iTunes, App Store, Apple Music und iCloud liefen alle gut. Zusammen machten sie 7,26 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Besonders Apple Music und iCloud seien laut Apple-Finanzchef Luca Maestri stark gewesen.

Die Mac-Verkaufszahlen hingegen blieben stabil bei 4,3 Millionen Einheiten. Die auf der WWDC vorgestellten Geräte stießen offenbar kaum auf Begeisterung. Aber mal schauen, was passiert, wenn dieses Jahr noch die neuen iMac Pros auf den Markt kommen.

Die Saisonalität von Apples Geschäften ist wohlbekannt. Das dritte Quartal ist typischerweise etwas ruhiger: alle warten auf die Produktankündigungen im September. Finanziell geht es normalerweise im ersten Quartal wieder aufwärts, dank der Feiertagsverkäufe.

Alle weiteren Produkte, also AirPods, die Apple Watches und die verbleibenden iPods, die Apple in die Kategorie "Andere Produkte" zusammenwirft, machten zusammen nur 2,75 Milliarden Dollar Umsatz - viel mehr als im Quartal vom letzten Jahr aber kaum mehr als im Vorquartal. Der Umsatzsprung vom Vorjahresquartal sollte nicht überraschen: Die AirPods waren erst im Winter 2016 erhältlich.

Letztlich hatte Apple-Geschäftsführer Tim Cook hatte noch eine Überraschung parat: Die Verkaufszahlen der Apple Watch gingen im Vergleich zum dritten Quartal des letzten Jahres um 50 Prozent nach oben.

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