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Facebook weiß genau Bescheid, was ihr in Snapchat macht

Ein Hoch auf die Daten
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Facebook hat einen Weg gefunden, Informationen darüber zu sammeln, wie Smartphone-Besitzer andere Apps verwenden. Ein nicht ganz unwichtiger Wissensvorsprung, gerade in Bezug auf Programme wie Snapchat, das Facebook erst kaufen wollte und dann damit begann, Features zu kopieren und selber anzubieten. Möglich wird das alles durch eine App namens "Onavo Protect", die den Datenverkehr des Smartphones über einen VPN leitet. Facebook hat die gleichnamigen Firma vor einigen Jahren gekauft.

Nun berichtet das Wall Street Journal, dass sich diese Übernahme offenbar auszahlt. Facebook konnte dank der von Onavo gesammelten Daten genau mitverfolgen, wie sich das Nutzungsverhalten auf Snapchat änderte, nachdem Stories auch bei Facebook integriert worden waren. Weiter heißt es, die Daten hätten auch die Entscheidung beeinflusst, Whatsapp zu kaufen. Auch die Integration von Live Videos bei Facebook sei nach einer Analyse der Apps Meerkat und Periscope so beschleunigt worden.

Wer die VPN-App nutzt, stimmt dieser Datenanalyse übrigens automatisch zu. Das Sammeln von Informationen auf diese Weise ist also zumindest oberflächlich legal, unproblematisch ist es hingegen ganz und gar nicht. So weist der Anwalt Adam Shevell darauf hin, Facebook könne mit diesem Vorgehen gegen die Richtlinien von Apples App Store verstoßen, die lediglich das Sammeln von Daten erlauben, die sich auf die eigene App beziehen. Und der ehemalige technische Direktor der US-amerikanischen Federal Trade Commission, Askhan Soltani, meldet moralische Bedenken an, wenn Facebook seine eigenen Kunden dafür missbraucht, Mitbewerber auszuspionieren.

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