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Apple beendet nach zehn Jahren sein Musikfestival

Ab jetzt gibt es nur noch Einzelvorführungen
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Apples Musikfestival in London (zunächst: iTunes Festival, dann Apple Music Festival) war seit 2007 ein Fixpunkt der dortigen Musikszene. Aber laut Music Business Worldwide zieht Apple nach zehn Jahren dem Festival den Stecker. Konkrete Gründe wurden nicht genannt, aber es liegt nahe, dass Apple seine Prioritäten im Streaming-Zeitalter ändert.

Als das iTunes Festival startete, war Musikstreaming noch in den Kinderschuchen (YouTube wurde erst im Jahr zuvor veröffentlicht!). Apple wollte damals letztlich einfach mehr Alben verkaufen. Videos halfen da und Abonnenten-Zahlen spielten damals noch keine Rolle. Es war ganz egal, wann man ein Live-Album kaufte, Hauptsache, man kaufte es.

In der Zeit von Apple Music ist das ganz anders: Musik passiert im Moment, das ist die eine Seite. Die andere: Man muss seine Kunden über Abonnements lange halten oder über einen stetigen Strom interessanter Inhalte, am besten noch kostenlos.

Eine Möglichkeit, den Stream oder Feed mit Interessanz anzureichern, sind Live-Konzerte. So hat Apple in der jüngsten Vergangenheit Konzerte von Arcade Fire, Haim und Vince Staples gestreamt. Zur selben Strategie gehört auch Carpool Karaoke: Kurze, hochwertige Musik-relevante Content-Bonbons, um den Stream zu versüßen und die Kundschaft zu halten. Ein großes, monolithisches Festival passt da einfach nicht mehr rein.

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