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Für Kaspersky Lab wird es eng in den USA

Handelskette nimmt Software aus den Regalen
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Wer in den USA Anti-Viren-Software von Kaspersky Lab kaufen möchte, wird bei Best Buy nicht länger fündig. Der Händler – vergleichbar mit Media Markt und Saturn hierzulande – hat die Software in allen Filialen aus dem Programm genommen. Ein Unternehmenssprecher hat dies mittlerweile gegenüber der US-amerikanischen Tageszeitung Star Tribune bestätigt, nannte jedoch keine Gründe für die Entscheidung; man äußere sich generell nicht zu Geschäftspraktiken mit Partnern. Die Software von Kaspersky – ein russischen Unternehmen, dem immer wieder die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten und der Regierung von Putin vorgeworfen wurde – waren seit über zehn Jahren im Programm bei Best Buy.

Kunden, die die Software bei Best Buy gekauft haben, können innerhalb der kommenden sechs Wochen kostenlos Produkte von Mitbewerbern bekommen, auch bei der Deinstallation von Kaspersky-Programmen sollen die Mitarbeiter in den Filialen helfen.

Mit diesem Schritt verschärft sich die Stimmung gegen Kaspersky in den USA weiter. Behörden können die Anti-Viren-Apps und andere Programme schon länger nicht mehr ordern, das FBI rät Privatunternehmen von der Nutzung ab. Der Grund: Die Server von Kaspersky stehen in Russland. Ob an der suggerierten Beihilfe zur Spionage etwas dran ist, ist nicht bekannt. Datenverkehr im Internet wird in Russland streng und umfassend überwacht, mittlerweile hat nicht nur der Geheimdienst Zugriff auf die so gesammelten Informationen; auch andere Regierungsstellen und Behörden können darauf zugreifen.

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