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Niantics Pokémon-Nachfolger könnte ein Audiospiel werden

AR immer nur als optische Realitätsaufwertung zu verstehen, ist ja auch doof
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Spiele-Entwickler Niantic will zeigen, dass es mehr als nur einen Trick beherrscht. Im Gespräch mit TechCrunch hat Technikchef Phil Keslin ein bisschen erzählt, wie es nach Pokémon Go weitergehen könnte. So viel ist nun klar: Es wird wieder ein AR-Spiel sein, bei dem die entscheidenden Hinweise allerdings über Tonsignale ausgespielt werden und nicht über Bilder. Das heißt: Eventuell spielt man das nächste Niantic-Spiel vorwiegend mit dem Kopfhörer im Ohr statt mit dem Handy vor der Nase.

In Niantics Ersttitel Ingress habe man bereits mit Audio-Benachrichtigungen experimentiert, zum Beispiel Klingeltöne oder eine Verwendung des Handys als Näherungssensor: hält man das Handy in die richtige Richtung, verändert sich das Klangsignal.

Auf TechCrunchs Disrupt-Veranstaltung beschrieb Keslin das Problem mit AR: "Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Leute das einfach nicht tun." Tun bedeutet: Das Handy zum AR-Zweck vor die Nase halten und damit durch die Realwelt laufen. "Das sieht absolut doof aus, wenn man das für längere Zeit macht."

Klangsignale könnten das zentrale Problem etwas abmildern: Wie verschafft man den Menschen einen Zugang zur virtuellen Welt, ohne ihren Blick an ein Gerät zu fesseln.

Diese Frage ist nicht nebensächlich: Wenn es hierauf keine vernünftige Antwort gibt, können all die Hardware- und Software-Entwickler mit ihren tollen grafischen AR-Welten einpacken. Die Zukunft der AR ist nicht der Bildschirm. Die Zukunft der AR sind unsichtbare Interfaces und allgegenwärtige Rechenkraft.

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