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Warum Despacito nicht "das größte Ding auf YouTube" ist

Tipp: Man muss User Generated Content mitzählen
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Despacito von Luis Fonsi und Daddy Yankee ist nicht nur ein wahrer Sommerhit, sondern auch ein Streaming-Wunder. Bis jetzt 3,9 Milliarden Mal wurde es allein bei YouTube angeschaut, allein in der Woche vom 14. bis 20. Juli 227 Millionen Mal. PSYs Gangnam Style schaffte es bis jetzt nur auf 2,9 Milliarden Aufrufe.

Aber Music Ally hat ein gutes Argument: Bei Social Media zählt nicht der Hit, sondern die Wellen, die er schlägt. Und da sieht es bei PSY einfach noch viel, viel besser aus als bei Fonsi und Yankee. Seit September 2014 (so weit reicht YouTubes Analystool zurück - also nicht bis zum Höhepunkt des Gangnam-Hypes!) hat PSY 8.8 Milliarden Views bei YouTube geschafft. Luis Fonsi schafft es im selben Zeitraum auf 7,2 Milliarden Views (hatte aber auch einige Hits mehr als das One-Hit-Wonder aus Korea).

Music Ally macht bei der Analyse einen Fehler und vergleicht den Streaming-Erfolg der Künstler (und nur den gibt das YouTube-Tool heraus) mit dem Streaming-Erfolg einzelner Songs. Aber die Analyse ist stichfest: Erfolg ist Einfluss und Einfluss misst sich im Internet eben auch darin, wie andere Leute ein künstlerisches Schaffen aufnehmen und in User Generated Content verarbeiten.

Kein Wunder, dass PSY darin so stark ist: Seiner Musik ist der Humor eingeschrieben und seinen Videos die Wiederverwertbarkeit seiner Einzelteile. Aus Gangnam Style lassen sich viele Dinge machen, aus Despacito vor allem wieder nur Despacito.

Justin Bieber sollte also wohl nicht einfach nur eine englische Version des spanischen Hitsongs Despacito aufnehmen, wie Music Ally völlig richtig schließt, sondern einen Mashup aus Despacito und Gangnam Style. YouTubes Rechenzentrum in Flammen.



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