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USA: Die Fusion von T-Mobile und Sprint ist vom Tisch

Es bleibt bei vier großen Anbietern
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Die beiden US-amerikanischen Mobilfunk-Unternehmen Sprint und T-Mobile haben ihre Fusionsgespräche ohne Ergebnis beendet. In einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt es, beide Parteien hätten zwar durchaus positive Effekte – Wachstum – bei einem etwaigen Zusammenschluss herausgearbeitet, über die Bedingungen konnte jedoch offenbar keine Einigung erreicht werden. Beide Unternehmen bleiben unabhängig, der US-Markt wird also auch fortan von vier großen Anbietern bedient: AT&T, Verizon, T-Mobile und Sprint. T-Mobile gehört zur Deutschen Telekom, bei Sprint ist SoftBank aus Japan Großaktionär.

Mit T-Mobile kam die Deutsche Telekom in den USA jahrelang nicht wirklich in Fahrt. Im Jahr 2001 hatte man mit der Übernahme von Voicestream auf dem amerikanischen Markt eingekauft, mit mäßigem Erfolg. Im März 2011 wollte AT&T dann zuschlagen und T-Mobile schlucken, der Deal kam jedoch nie zustande.

Über einen Zusammenschluss mit Sprint war erstmals 2014 verhandelt worden, ebenfalls ergebnislos. Seitdem hat sich die Ausgangssituation jedoch grundlegend geändert: T-Mobile ist mit 70,7 Millionen Kunden (Stand: Q3/2017) der drittgrößte Anbieter, Sprint nur noch die Nummer vier. Die Tochter der Deutschen Telekom wächst weiter und beschert dem Mutterkonzern gute Bilanzen. Bei den nun gescheiterten Verhandlungen dürfte als T-Mobile den Ton angegeben haben.

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