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Untersuchung in Belgien: Verstoßen EAs Loot Boxes gegen Glücksspielgesetze?

Die Kontroverse um Battlefront II wird endlich ernst
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Mit Psychotricks aus dem Glücksspielmilieu versuchen Spielehersteller ihre Kunden und Fans so viel Geld abzuringen, wie möglich. Diese dunklen Gamedesign-Patterns bedrohen das Spielen an sich. Aber mit den Loot Boxes in Battlefront II scheint der Spieleverlag EA zu weit gegangen zu sein (auch wenn das nicht nur ein Branchen- und nicht nur ein EA-Problem ist).

In Belgien ermittelt laut VTM nun die Glücksspielbehörde, ob es sich bei den Loot Boxes um Glücksspiel handelt und entsprechend reguliert gehört. Behördenchef Peter Naessens wies darauf hin, dass man diese Boxen kaufen müsse und man bis nach dem Kauf nicht wisse, was sich in ihnen steckt. Das sei besonders relevant, weil beide Spiele an Kinder vermarktet werden. Beide Titel haben eine Europäische Altersfreigabe (PEGI) von 12 Jahren, in Deutschland eine USK-16-Freigabe.

Laut Naessens gefährde das Loot-Box-System besonders Minderjährige, weil es sozialen Druck aufbaue, Geld für Spielvorteile auszugeben. Sollte die Behörde feststellen, dass es sich dabei tatsächlich um Glücksspiel handelt, müsste EA sich eine Glücksspielgenehmigung in Belgien einholen - was auch eine Regulation der Vermarktung und Kontrolle des Spiels bedeutet.

Außerdem drohen Strafen in Höhe von Hunderttausenden Euro und ein Verkaufsverbot.

EA hat in einer Stellungnahme bei GameSpot betont, dass ihrer Meinung nach das Loot-Box-System keine Form von Glücksspiel darstelle. In einer Nachricht auf der EA-Website schreibt das Unternehmen, dass man die Kritik der SpielerInnen ernst nehme und sich darum kümmern werde:

Wir werden uns einige der meistdiskutierten Themen noch einmal genau ansehen, von den Kisten und dem Fortschritt bis zum Angriff-Modus (den wir möglicherweise in Best-of-Three umwandeln), die Infiltration-Fähigkeit des Spezialisten (die vielleicht etwas zu mächtig ist) und vieles mehr.

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