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Russland verliert Rakete wegen Startrampen-Malheur

Wo bin ich, was bin ich, wo gehe ich hin?
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Das russische Weltraumprogramm leidet unter einer Pechsträhne. Nicht nur wurde das Budget des Roscosmos-Programms 2015 wegen moralischen Verfalls heftig zusammengestrichen und nicht nur führte ein technisches Problem im April zur Verzögerung beim ersten Raketenstart vom Vostochny-Kosmodrom. Nein, jetzt ging eine Rakete samt Satellit auch noch verloren, nachdem beide von der falschen Startrampe in die Höhe schossen.

Letzten Monat verschwand der 38 Millionen Euro teure Satellit Meteor M mitsamt seiner Rakete von den Roscosmos-Bildschirmen am Vostochy-Kosmodrom. Wie sich jetzt herausstellte, war die Trägerrakete mit den falschen Koordinaten programmiert: Mit ihrer Programmierung hätte sie vom Kosmodrom Baikonur starten müssen.

Der russische stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogosin teilte mit, dass dem Malheur ein "peinlicher Programmierfehler" zugrunde liege.

Ob das das Vertrauen in die russischen Luxushotel-auf-der-ISS-Pläne schafft? Natürlich, denn so funktioniert der Weltraum: Jeder Fehler zieht eine Korrektur nach sich, die größer als der Fehler ist.

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