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Neuer Scanner entdeckt verborgene Schriften in ungeöffneten Mumien

Man muss keine Geschichte zerstören, um verlorene Texte zu bergen
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Historiker nutzen schon länger Scanner, um ins Innere von Mumien zu schauen, ohne diese dabei zerstören oder beschädigen zu müssen. Nur für die Papyrus-Schalen, in denen die Mumien vor der Bestattung eingepackt wurden, galt das nicht. Dabei sind die besonders interessant, weil sie aus recycletem Alltagspapyrus hergestellt wurden. Wer lesen wollte, was Alltags-Altägypter auf Alltagspapyrus schrieben, musste diese Papyrus-Schalen aufbrechen und dabei zerstören. Doch Forschern des University College London ist jetzt ein neuer Scan-Ansatz gelungen, mit dem man die Mumienschalen lesen und dabei intakt lassen kann.

Wenn man diese Schalen mit Licht in verschiedenen Frequenzen durchleuchtet, kann die Tinte zum Leuchten gebracht werden - unter all den Harzpasten und Mumifiziermittelchen scheint so bislang unleserlicher Text hervor.

Laut der BBC seien viele der so sichtbar gewordenen Texte eher unspektakulär: Einkaufslisten und Steuererklärungen. Aber genau darum geht es ja: Eine Geschichte des Alten Ägyptens zu rekonstruieren, die mehr erfasst als nur Pharaonen und andere berühmte Leute.

Die neu entwickelte Technik wurde bereits erfolgreich an einer Mumie in Kent ausprobiert. Ob sie umfassend eingesetzt werden wird, wird die Zukunft zeigen.

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